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24 Plätze in zwei Wohngemeinschaften

Neue Senioren-WGs an der Kreuzstraße in Stadtlohn geplant

Die Pläne für neue Wohngemeinschaften an der Mühlenstraße sind auf Widerstand gestoßen. Jetzt gibt es Bauabsichten an einem neuen Standort.

Stadtohn

, 18.06.2018
24 Plätze in zwei Wohngemeinschaften

Auf diesem ehemaligen Gartengrundstück an der Kreuzstraße sollen neue Seniorenwohngemeinschaften entstehen; von links: die Investoren Michael Avermann und Dirk Wörmer, Architektin Ingrid Welberg, Berthold Dittmann (Geschäftsführer Pflege mit Plan), Sigrid Dittmann (Hausleitung am Pfeifenofen), Birgit Seiffert (Prokuristin) und Britta Twyhues (Pflegedienstleitung). Das frühere Gartenhäuschen aus dem 19. Jahrhundert soll für den Neubau weichen. Im Hintergrund ist die Wohngemeinschaft am Arfkamp zu erkennen. © Stefan Grothues

Das Konzept steht, die Baupläne sind gezeichnet. „Und bei den Baugenehmigungen erwarten wir dieses Mal keinen Gegenwind“, sagt Dirk Wörmer. Zusammen mit Michael Avermann will der Stadtlohner an der Kreuzstraße in drei Bauabschnitten Seniorenwohngemeinschaften für insgesamt 24 Senioren errichten. Ursprünglich hatten die beiden Investoren das Projekt an der Mühlenstraße am Standort Alte Kneipe Berger umsetzen wollen. Wegen baurechtlicher Zwänge hatten sie jedoch davon Abstand genommen (Münsterland Zeitung berichtete).

Ambulant betreut werden die Senioren von der Pflege mit Plan GmbH, die bereits Seniorenwohngemeinschaften am Pfeifenofen und am Arfkamp betreibt – ebenfalls in Kooperation mit den Investoren Wörmer und Avermann. „Die Nachfrage nach dieser familiär geprägten Wohnform ist groß“, sagt Geschäftsführer Berthold Dittmann. Darum solle die Pflege mit Plan „sukzessive und bedarfsgerecht wachsen“.

Daran ändern auch die Pläne des Lingener Projektentwicklers IPS für den Bau eines stationären Pflegeheims auf dem Gelände des ehemaligen Berkelstadions nichts, die in der vergangenen Woche bekannt wurden und mit denen sich am Dienstagabend der Planungs- und Bauausschuss (ab 17 Uhr im Rathaus, Markt 3) befasst.

Alternative Wohnform

Das vollstationäre Pflegeheim an der Burgstraße soll Platz für 65 Bewohner bieten. „Von diesen Überlegungen sind wir zwar überrascht worden. Aber wir werden trotzdem bauen“, sagt Dirk Wörmer. Und Berthold Dittmann ergänzt: „Die stationäre Pflegeeinrichtung sehen wir nicht als Konkurrenz. Wir bieten ja gerade eine Alternative zur stationären Versorgungsform, nämlich familienähnliche Strukturen, in denen wir ganz individuell die Bedürfnisse unserer Bewohner bedienen.“

Standort für das neue Pflege-mit-Plan-Projekt ist das ehemalige Gartengrundstück der Familie Hecking, das die Familie den Investoren auf dem Wege der Erbpacht überlässt. Es ist 7300 Quadratmeter groß.

24 Plätze in zwei Wohngemeinschaften

Dies ist der Lageplan für die neuen Senioren-WGs an der Kreuzstraße. Die oberen beiden Flügel sollen bis Ostern 2019 fertiggestellt sein, die weitere Bauabschnitte sollen sukzessive folgen. Im südlichen Bereich ist die „Junge Pflege“ vorgesehen. © Geodaten Kreis Borken/ Plan Welberg

Baubeginn für den ersten, 1,2 Millionen Euro teuren Bauabschnitt mit zwei Senioren-WGs soll noch in diesem Herbst sein. Schon zu Ostern 2019 könnten die ersten 24 Senioren ihre Wohnungen beziehen. Der zweite Bauabschnitt mit zwei weiteren Senioren WGs könnte sich unmittelbar anschließen, „wenn der Bedarf da ist“, so Berthold Dittmann.

Zusätzlich sollen auf dem Areal Wohnungen für „junge Pflege“ entstehen, für Menschen also, die aufgrund von Handicaps nicht allein leben können, aber noch zu jung für Alten-WGs sind. Im noch unverbindlichen Zeitplan könnte das im Jahr 2020 sein.

Nur einstöckige Bauweise

Die Bebauung auf dem Grundstück soll durchgängig einstöckig und in Holzständerbauweise erfolgen. „Wir haben gute Erfahrung damit gemacht, wenn alles ebenerdig ist“, sagt Pflegedienstleiterin Britta Twyhues. „Unser Ziel ist es auch nicht, das Grundstück mit möglichst hohem Profit auszunutzen. Als Stadtlohner wollen wir hier etwas Vernünftiges für Stadtlohn tun – ich will ja auch in Zukunft noch unbehelligt in die Stadt gehen können“, sagt Dirk Wörmer. Jedes Einzelzimmer messe 32 Quadratmeter und verfüge nicht nur über ein eigenes Bad und WC, sondern jeweils auch über eine eigene Terrasse.

Die Pflege mit Plan GmbH hat sich in nur drei Jahren in Stadtlohn mit ambulant betreuten Senioren-WGs einen Namen gemacht. Dahinter stehen die Investoren Dirk Wörmer und und Michael Avermann sowie Geschäftsführer Berthold Dittmann. Der Anbieter für ambulante Versorgung betreibt seit 2015 in dem ehemaligen Hotel Tenbrock am Pfeifenofen zwei Senioren-Pflegewohngemeinschaften mit jeweils elf Plätzen. Weitere Senioren-Wohnprojekte am Arfkamp in Stadtlohn und in Ottenstein sowie eine Tagespflege am Pfeifenofen kamen hinzu. Heute bietet die „Pflege mit Plan“ 35 Senioren ein Zuhause. Pflege mit Plan beschäftigt heute über 60 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende. Mit der Umsetzung des neuen Projektes an der Kreuzstraße sollen 30 weitere Mitarbeiter fest angestellt werden.
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