Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Staatsanwalt sieht Wehrhahn-Angeklagten überführt

Düsseldorf. Der Angeklagte im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn hat sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft selbst verraten. Er habe mehrfach Wissen offenbart, dass nur der Täter gehabt habe, sagte Staatsanwalt Ralf Herrenbrück am Montag in einer vom Gericht angeregten Zwischenbilanz. So habe er bereits eine halbe Stunde nach dem Anschlag in einem Telefonat bekundet, dass er befürchte, verhaftet zu werden.

Staatsanwalt sieht Wehrhahn-Angeklagten überführt

Der Hinweis "Düsseldorf Wehrhahn" steht am S-Bahnhof. Foto: Martin Gerten/Archiv

Zu dem Zeitpunkt war demnach noch nicht einmal klar, dass es sich um ein Verbrechen handelte. Außerdem habe der Angeklagte einem Journalisten in einem mitgeschnittenen Telefonat berichtet, am Tatort habe zur Tatzeit eine schwarze Limousine geparkt. Außer ihm sei dies nur einem Anwohner aufgefallen und durch Fotos belegbar. Dies belege, dass er zur kritischen Zeit am Tatort gewesen sein müsse.

Der Angeklagte habe zudem mehrfach nachweislich die Unwahrheit gesagt und sich in Widersprüche verwickelt. Sämtliche seiner Alibi-Versionen seien inzwischen widerlegt. Außerdem habe er die Tat einem Mithäftling gestanden. Nach der Staatsanwaltschaft sollten am Montag auch die Verteidiger Bilanz ziehen.

Dem Angeklagten mit Kontakten zur rechten Szene wird zwölffacher Mordversuch aus Fremdenhass vorgeworfen. Er bestreitet die Tat. Bei dem Bombenanschlag waren am 27. Juli 2000 zehn Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Ein ungeborenes Baby starb im Mutterleib. Bei den Opfern handelt es sich um Zuwanderer aus Osteuropa.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bad Honnef. Ein Unbekannter hat in der Damendusche der Rettungswache in Bad Honnef eine Kamera versteckt. Eine Mitarbeiterin habe die sogenannte Action-Cam entdeckt, die getarnt in einem Regal gegenüber der Dusche gelegen habe, sagte ein Sprecher der Stadt Königswinter am Donnerstag. Die Frau habe nach ihrem Fund Anfang Mai sofort den Wachleiter informiert. Die Hintergründe seien noch unklar, die Bonner Polizei ermittelt. Zu den Duschräumen hätten nur Bedienstete der Wache Zutritt, sagte der Stadt-Sprecher. Der Rettungsdienst Königswinter habe 63 Mitarbeiter, ein Drittel davon Frauen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.mehr...

Köln. Umgestürzte Bäume auf den Gleisen, niedergerissene Oberleitungen und Tausende gestrandete Reisende: Schwere Stürme haben im vergangenen Winterhalbjahr den Zugverkehr durcheinander gewirbelt. Ein neuer Aktionsplan soll solchen Ereignissen vorbeugen.mehr...

Köln. Die „Aktion Mensch“ will in den kommenden Jahren bundesweit rund 40 Spielplätze schaffen, die speziell auf das gemeinsame Spielen von Kindern mit und ohne Behinderung ausgerichtet sind. Der erste dieser inklusiven Spielplätze wurde am Donnerstag in Köln eröffnet. „Barrierefreie Spielplätze bieten beste Voraussetzungen, um Vorurteile abzubauen. Denn wo Inklusion früh gelernt und gelebt wird, entstehen Barrieren im täglichen Umgang gar nicht erst“, sagte „Aktion Mensch“-Vorstand Armin von Buttlar laut Mitteilung. Bislang seien nur etwa acht Prozent aller Spielplätze in Deutschland inklusiv.mehr...