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Soko Hamburg

Hamburg. Das Kommissariat steht in Hamburg, aber ermittelt wird vom Alten Land bis nach Dithmarschen: Das ZDF schickt eine neue „Soko“ am Vorabend ins Rennen. Mit dem Schnellboot geht es zu Toten und Tatorten im Norden.

Soko Hamburg

Marek Erhardt und Anna von Haebler bei einem Fototermin zur ZDF-Serie "SOKO Hamburg". Foto: Daniel Bockwoldt

Die „Soko“-Landkarte des ZDF sieht zwar deutlich leerer aus als die ARD-„Tatort“-Übersicht mit 22 Ermittlerteams - auf eine hübsches Sümmchen kommen die Sonderkommissionen im Vorabendprogramm des Zweiten inzwischen dennoch.

Gerade erst kündigte der Sender mit der „Soko Potsdam“ das neunte Mitglied der Krimiserienfamilie an – kurz bevor die Ermittlergruppe der „Soko Hamburg“ an diesem Dienstag (18 Uhr) an den Start geht. Sechs Folgen stehen zunächst auf dem Programm.

Die Hamburger „Soko“ arbeitet länderübergreifend im Norden - ähnlich wie der „Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring, der sich die Hansestadt gelegentlich mit Til Schweiger teilen muss. Ebenfalls bereits mit Polizisten in der Elbmetropole im Einsatz ist das ZDF am Vorabend (donnerstags/19.25 Uhr) für „Notruf Hafenkante“. Eine Gefahr für das mehr als zehn Jahre alte Format, dessen zwölfte Staffel gerade läuft, sieht man beim Sender nicht. Beide Serien verfolgten ein unterschiedliches Konzept. 

Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, alle drei verbunden durch die Elbe, bilden für die „Soko“ ein Revier. Direkt am Fluss in Hamburg-Finkenwerder steht auch das Kommissariat. Mitunter per Schnellboot rückten die Ermittler zu Fällen vom Alten Land über St. Pauli bis nach Dithmarschen aus, teilte das ZDF mit und betonte: „So verbindend der Fluss ist, an dem sie leben, so unterschiedlich sind die Verbrecher am Lauf der Elbe: Hamburger Geschäftsleute und Altländer Apfelbauern, wohlsituierte "Speckgürtelbewohner" und altbekannte Kiezganoven.“  

Ein Altbekannter spielt den Erfahrensten im neuen Kommissariat: Marek Erhardt (48), der schon für zahlreiche TV-Produktionen vor der Kamera stand, ist als Oskar Schütz mit von der Partie. „Oskar ist ein Einzelgänger, aber einer, für den auch Teamarbeit zählt - und die ist auch bei der realen Polizei extrem wichtig“, erzählt er. Oskar wohnt auf einem Obsthof, den er geerbt und verpachtet hat. „Um sein Leben auf dem Land beneide ich ihn nicht, dafür bin ich zu sehr Stadtmensch. Vielleicht später mal“, sagt der Hamburger.  

Gleich nach dem Auftakt mit der Folge „Gefallener Engel“, in der die Polizisten der mysteriöse Sturz einer Frau aus einem Hamburger Hochhaus zu einer Versicherungsfirma für Schiffsfrachten führt, geht es ins Alte Land. In „Tödliche Ernte“ (3. April) wird ein toter Apfelbauer in einer Lagerhalle gefunden – es war Mord. Tote gibt es danach in jeder Episode: ob nach einem Junggesellenabschied auf dem Kiez, in einem Ruderclub, bei einem Schützenfest und oder in einer Schleuse. 

Zu den Hauptdarstellern gehören Mirko Lang, Anna von Haebler, Arnel Taci und Katrin Angerer. Hauptkommissar Jan Köhler (Lang) ist Teamleiter - ein ruhiger Typ, für den Lang sich „runterpegeln“ muss, wie es im Presseheft heißt. Lena Testorp (Haebler) habe Profiler-Qualitäten und sei so zielstrebig, wie Haebler selbst gern wäre. IT-Experte Cem Aladag (Taci) beschaffe Informationen, „manchmal nicht ganz auf die legale Art“. Und Recherche-Ass Maria Gundlach (Angerer) bringe nichts aus der Ruhe - „hat sie in ihrem Leben doch eigentlich schon fast alles gesehen“.

Viel Hamburg zu sehen gibt in der Startwoche der neuen „Soko“ im TV-Vorabendprogramm: Im Ersten beendet der immer montags (18.50 Uhr) ausgestrahlte Dauerbrenner „Großstadtrevier“ seine 31. Staffel noch vor Ostern, am Dienstag tritt die „Soko“ ihren Dienst an, am Donnerstag (19.25 Uhr) folgt eine neue „Notruf Hafenkante“-Episode.

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