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So wirkt sich der Streik in der Region im Einzelnen aus

Die Auswirkungen der Verdi-Streiks in NRW

Kitas, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Flughäfen, Busse, Bahnen, Büchereien  - der Verdi-Streik legt in NRW heute in vielen Städten große Bereiche des öffentlichen Lebens lahm. In Dortmund sind die Auswirkungen besonders heftig, aber auch in anderen Städten werden Bürger getroffen. Eine Übersicht. 

NRW

, 10.04.2018
So wirkt sich der Streik in der Region im Einzelnen aus

Streikende Mitarbeiter stehen vor dem Eingang zum Dortmunder Stadthaus.  © dpa

Straßen:

Autofahrer in Nordrhein-Westfalen sind nach Beginn des Warnstreiks im öffentlichen Dienst von einem Verkehrschaos verschont geblieben. Der WDR meldete gegen 8 Uhr landesweit rund 270 Kilometer Stau. Das sei normal für den Berufsverkehr, teilte ein Sprecher von Straßen.NRW mit. Zahlreiche Pendler stiegen auf S-Bahnen um oder bildeten Fahrgemeinschaften. Mehr Stau als sonst habe sich aber beispielsweise auf der A4 und A3 gebildet. Die Polizei in Köln meldete, zunächst habe es keine außergewöhnlichen Staus oder Unfälle gegeben.

 

Nahverkehr:

In etlichen  NRW-Städten werden die kommunalen Verkehrsbetriebe bestreikt, darunter in Dortmund, Duisburg, Köln und Essen. Hier sollen laut Verdi bis zum Betriebsschluss spät in der Nacht sämtliche U-Bahnen sowie Stadtbahn- und Buslinien ausfallen. Eine Ausnahme bildete Düsseldorf. Bei der Rheinbahn sollte es erst am Mittwoch einen Warnstreik geben. In Bochum fahren die Busse und Bahnen ebenfalls planmäßig.

Flughäfen:

Wegen des Warnstreiks der Flughafenfeuerwehr am Airport Köln/Bonn war der Luftverkehr komplett eingestellt worden, da die Flughafenfeuerwehr ihre Arbeit niederlegte. Zwischen 8.00 Uhr und 11.00 Uhr waren keine Starts und Landungen möglich.

Planmäßig standen in diesen drei Stunden 47 Passagierflüge auf dem Programm - 22 Starts und 25 Landungen. Viele Flüge wurden als verspätet angezeigt. Bereits vorsorglich waren zuvor wegen des Warnstreiks an dem Flughafen 76 Flüge gestrichen worden. Erste Mitarbeiter traten um 6 Uhr in den Warnstreik.

Köln/Bonn ist einer von vier Flughäfen in Deutschland, die im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst bestreikt werden. Ausstände gab es noch in München, Frankfurt und Bremen.

So wirkt sich der Streik in der Region im Einzelnen aus

Die Abfluganzeige am Flughafen Köln/Bonn. © dpa

Kundgebungen:

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat Verdi für Dienstag auch zu drei Großkundgebungen in Köln, Dortmund und Bielefeld aufgerufen. Erwartet wurden mehr als 25.000 Teilnehmer. Am Mittwoch will der Beamtenbund dbb, der auch Angestellte vertritt, nachlegen - mit weiteren Warnstreiks und einer Demo in Bonn.

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Sparkassen Mitarbeiter auf dem Weg zur Streik- Kundgebung in Dortmund.  © dpa

Die Auswirkungen in Dortmund:

Dortmund ist heute „Streik-Hauptstadt“: In der Stadtverwaltung sind viele Ämter nur eingeschränkt erreichbar, 86 der 101 Fabido-Kitas sind geschlossen, Busse und Bahnen von DSW21 fahren nicht. Auch bei den Sparkassen gibt es Einschränkungen. Am Flughafen sind die Morgenflüge von und nach München ausgefallen. Vor allem aber ist der Warnstreik auf den Straßen spürbar. Sperrungen in der Innenstadt für Kundgebungen sorgen für lange Staus. 

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Lünen:

In Lünen werden die Sparkasse, die städtischen Kitas und die Stadtverwaltung bestreikt. Die Stadt hat für dringende Fälle einen Notdienst eingerichtet. Busse und Bahnen fahren nicht alle, allerdings sind private Unternehmen für die VKU im Einsatz. 

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Castrop-Rauxel:

Drei von vier Busverkehr-Gesellschaften, die in Castrop-Rauxel unterwegs sind, fahren nicht. Die Busse von HCR, Vestischer und DSW21 bleiben in den Depots. Bogestra kündigte an, dass ihre Busse fahren. In den städtischen Kitas sind Notgruppen eingerichtet, die Müllabfuhr erfolgt nicht - und wird auch nicht nachgeholt. 

Bochum:


In Bochum bleiben die städtischen Bäder geschlossen, viele Sporthallen ebenfalls. Daher fallen auch Volkshoschul-Kurse aus.  Ebenfalls zu: Die Stadtbibliothek. Viele Kitas bleiben am Dienstag und am Mittwoch geschlossen. 

Weitere Infos gibt es bei der Stadt Bochum hier.




Dorsten:

In Dorsten fahren keine Busse, der Werkstoffhof ist geschlossen - der Müll wird aber abgeholt. In den Kitas, in denen gestreikt wird, sind Notgruppen geöffnet. 

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Mit dpa