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Singvögel erwünscht

12.06.2018
Singvögel erwünscht

Waldemar Kahlberg hätte gerne wieder mehr Rotkehlchen in seinem Garten. dpa © picture alliance / dpa

Von Jennifer Riediger

Dorsten. Wie schön, wenn man morgens wach wird und die Vögel im Garten zwitschern hört. Waldemar Kahlberg wohnt an der Kirchhellener Allee und hört in letzter Zeit leider immer weniger Buchfinken, Kleiber und seine geliebten Rotkehlchen. Nur noch Dohlen. Das sind silbrig-schwarze Rabenvögel, die oft sehr laut „kjakk“ machen. Diese Vögel mag Waldemar Kahlberg nicht. „Die Vögel fressen die Brut der anderen. Sie sind Nesträuber. Bald haben wir gar keine kleinen Singvögel mehr.“

Es stimmt, dass Dohlen auch Jungvögel fressen, sagt Niels Ribbrock von der Biologischen Station in Lembeck. Aber: „Sie sind Nahrungsgeneralisten. Das heißt, sie fressen viel Verschiedenes. Der Mensch bereitet ihnen gerade in den Städten den Tisch mit seinen Abfällen. Aber wenn Dohlen auf Nester anderer Vögel treffen, können auch Jungvögel Opfer werden.“

Die kleineren Singvögel sind nicht unbedingt verschwunden. „Sie verstecken sich, verhalten sich unauffälliger“, sagt der Experte. Damit die kleinen Vögel Rückzugsorte finden und geschützt brüten können, sollte man ihnen beispielsweise dichte Büsche im Garten zur Verfügung stellen.

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