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Simulierte Hackerangriffe sollen Banken sicherer machen

Frankfurt/Main. Europas Banken können ihre Widerstandsfähigkeit gegen mögliche Cyberangriffe künftig in geschützter Umgebung testen.

Simulierte Hackerangriffe sollen Banken sicherer machen

Die schweizerische Finanzmarktaufsicht hatte vor kurzem vor einer wachsenden Zahl von Hackerangriffen gewarnt. Foto: Oliver Berg

Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte am Mittwoch ein auf EU-Ebene abgestimmtes europaweites Rahmenwerk dazu, wie Hackerangriffe auf dem Finanzmarkt kontrolliert simuliert werden sollen („TIBER-EU“).

Solche Tests mit Hilfe von Teams, die als „Angreifer“ agieren, sollen den Unternehmen helfen zu bewerten, wie gut im eigenen Haus sensible Daten und Prozesse gegen unberechtigten Zugriff geschützt sind, wie rasch Cyberangriffe erkannt werden und ob ein Institut sich wirksam gegen solche Attacken wehren kann.

Ob und wann Tests auf Grundlage dieser neuen grenzübergreifenden Standards durchgeführt werden, liegt in der Hand der jeweils zuständigen Behörden. Die 118 bedeutendsten Institute im Euroraum überwacht die EZB direkt.

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung in der Finanzbranche hatte jüngst die schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma) vor einer wachsenden Zahl von Hackerangriffen gewarnt. Allein in der Schweiz würden jeden Tag 100 Angriffe auf E-Banking-Lösungen erfolgreich abgewehrt, sagte Finma-Direktor Mark Branson. „Cyberangriffe sind inzwischen das größte operationelle Risiko für das Finanzsystem“, warnte Branson. „Wir - und damit meine ich den privaten Sektor und die Behörden - sollten das Thema daher todernst nehmen.“

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