Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Sigmar Polke als „Alchimist der Dunkelkammer“

Leverkusen. In den 70er Jahren waren Fotos oft noch verwackelt oder überbelichtet, und wenn man sie selbst entwickelte, konnten sie fleckig werden. Als „Alchimist der Dunkelkammer“ machte sich der Künstler Sigmar Polke (1941-2010) diese Unzulänglichkeiten zunutze und setzte sie bewusst ein. Die Ergebnisse präsentiert von Sonntag an eine Ausstellung mit mehr als 500 Aufnahmen im Museum Morsbroich in Leverkusen.

Sigmar Polke als „Alchimist der Dunkelkammer“

Ein Mann betrachtet Fotografien aus der Serie "Kicker" von Sigmar Polke. Foto: Oliver Berg

Die bisher unveröffentlichten Fotos gehören zu einem „Dachbodenfund“ längst verloren geglaubter Bilder, die Georg Polke, der Sohn des Künstlers, wiederentdeckt hat. Was heute Alltag ist, dass nämlich jeder ständig eine Kamera zur Hand hat, war für Polke schon in den 1970er Jahren Realität. „Er hat immer die Kamera dabeigehabt, immer, immer“, erzählt Kurator Fritz Emslander. Die Fotos zeigen ihn in allen denkbaren Lebenslagen, etwa im Schaumbad, frisch verliebt mit neuer Freundin oder beim Fratzenschneiden. Polke - dessen Gemälde heute Millionenpreise erzielen - war immer auch ein Spaßmacher.

„Es macht den Charme des Konvoluts aus, dass man mitten im Freundeskreis drin ist. Das ist wie eine Zeitreise in die 70er Jahre“, schwärmt Emslander. So wie Polke für seine Gemälde mit Meteoritenstaub, Schneckensaft, Uran und hochgiftigem Kobaltnitrat experimentierte, tauchte er auch seine Fotos in alle möglichen Laugen, nutzte Überblendungen und Mehrfachbelichtungen und näherte sich durch die so erzielten Effekte der Malerei an. Anhand der großen Zahl der ausgestellten Fotos kann der Besucher diesen kreativen Prozess des Ausprobierens heute noch nacherleben.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Duisburg. Torhüter Daniel Mesenhöler wechselt innerhalb der 2. Fußball-Bundesliga ablösefrei vom 1. FC Union Berlin zum MSV Duisburg. Nach MSV-Angaben vom Dienstag erhält der ehemalige Junioren-Nationalspieler einen Zweijahresvertrag. Der 22-Jährige bestritt in der vergangenen Saison 14 Zweitligabegegnungen für die Berliner.mehr...

Köln. Ein Ehemann soll bei einem Beziehungsstreit auf offener Straße in Köln seine Frau schwer verletzt haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand sei das Paar am Dienstagnachmittag in der Kölner Innenstadt in Streit geraten, teilte die Polizei mit. Vermutlich habe sie sich von ihm trennen wollen. Der 50-Jährige habe die 40-Jährige dann „mit einem Gegenstand angegriffen“ und verletzt. Um was es sich dabei genau handelte, war zunächst unklar. Nach der Tatwaffe wurde noch gesucht.mehr...

Bonn. Die Sanierung der Beethovenhalle in Bonn wird wahrscheinlich nochmals teurer. Die aktuelle Kostenprognose belaufe sich auf rund 84 Millionen Euro, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. In einer Hochrechnung aus dem Februar hatte man noch rund 79 Millionen Euro veranschlagt. Gründe seien unter anderem Kostensteigerungen bei der Sanierung der Lüftungsschächte, der Restaurierung der historischen Türen und bei zusätzlichen Rohbauarbeiten.mehr...