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Sigmar Gabriel tritt als Gastdozent an der Uni Bonn auf

Bonn. Er wäre so gern geblieben, aber vergangenen Monat musste er gehen: Sigmar Gabriel ist kein Außenminister und Vizekanzler mehr. Am Montag hat er nun seinen ersten größeren Auftritt nach dem Abschied von der internationalen Bühne - in Bonn.

Sigmar Gabriel tritt als Gastdozent an der Uni Bonn auf

Die Universität von Bonn von oben fotografiert. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hält heute seine Antrittsvorlesung an der Universität Bonn. Das Thema lautet „Deutschland in einer unbequeme(re)n Welt - die deutsche Europa- und Außenpolitik vor neuen Herausforderungen“. Der SPD-Politiker hatte sich noch als Außenminister bereiterklärt, in diesem Sommersemester einen Lehrauftrag an der Traditionsuni zu übernehmen. Das Engagement sei „ehrenamtlich und ohne jede Bezahlung“, sagte er im Januar in einem Interview des Bonner „General-Anzeigers“.

„Ich habe ja häufiger Gast-Vorlesungen an verschiedenen Unis gehalten“, erklärte er. „Aber das war dann immer so: Man kommt rein und geht wieder. Als mich die Bonner gefragt haben, ob ich mit ihnen mal etwas länger zusammenarbeiten will im Hinblick auf den Neuaufbau eines europäischen Forschungsbereiches, fand ich das spannend.“ Auch die ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck und Christian Wulff, Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und der frühere Außenminister Joschka Fischer waren nach dem Ende ihrer politischen Laufbahn als Gastdozenten aktiv geworden.

Gabriel war im März aus der Bundesregierung ausgeschieden. Nachfolger als Außenminister wurde sein Parteifreund Heiko Maas. „Nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe“, schrieb Gabriel auf Twitter. Im Bundestag nahm er danach ohne jegliche Führungsrolle auf der Hinterbank Platz.

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