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Videospiele im Mai

Sieben Spieletipps für Spezialisten

NRW Die Rebellion der Androiden, ein Aufbauspiel in der Zombieapokalypse oder Total-War Strategie in Britannien. Auch wenn im Mai keine großen Hits und allgemeingültige Pflichtkäufe erscheinen, gibt es eine ganze Reihe starker Titel für ganz bestimmte Spieler.

Sieben Spieletipps für Spezialisten

Detroit: Become Human

Interessante Spiele gibt es viele in diesem Monat, aber nur eines veranstaltet ein solches Spektakel. Der neue Titel der Heavy-Rain- und Beyond-Macher soll mal wieder eine interaktive Geschichte erzählen, filmreif inszeniert. Wie gut das gelingt, ist durchaus noch offen. Der Reihe nach: „Detroit“ erzählt von einer nahen Zukunft, in der es menschenähnliche Roboter gibt. Die Androiden sind als billige Arbeitskräfte allgegenwärtig. Aber nicht alle lassen sich bereitwillig wie Sklaven behandeln und bei Bedarf entsorgen – einige lehnen sich auf.

Wie die komplexe Erzählung ausgeht, sollen Spieler beeinflussen. In jeder Szene gibt es unzählige kleine Entscheidungen zu treffen. Mit wechselnden Charakteren durchqueren sie das Minenfeld des kommenden Maschinenaufstandes. „Detroit“ fasst gleich mehrere heiße Eisen an, thematisiert im Lauf seiner Geschichte Unterdrückung, Gewalt und Rebellion. Nicht immer haben die Spiele des Studios bei schwierigen Themen den richtigen Ton getroffen. Und so könnte „Detroit“ ein Triumph werden – oder geschmacklos.

Detroit: Become Human – für Bürgerrechtler. Ab 25. Mai für PS4, 70 Euro.

State of Decay 2

Auch auf der Xbox gibt es in diesem Monat ein Spiel auf der Suche nach Menschlichkeit. Allerdings geht es in diesem Titel ab 18 deutlich handfester zu. Das neue „State of Decay“ lässt die Zombies los. Aber im Vordergrund steht nicht das endlose Abschlachten hirnloser Gegner, sondern der Aufbau.

Spieler raffen Ressourcen zusammen, retten Überlebende und verschanzen sich, um die beeindruckend dunklen Nächte zu überstehen. Die Landkarte ist groß, voller Gefahren und Chancen. Welche Herausforderungen die Spieler liegenlassen und welche sie angehen, können sie selbst entscheiden. Statt einer festen Geschichte stehen die Menschen im Vordergrund. Sie müssen diesmal nicht alleine kämpfen, sondern können ihre Freunde einladen. Als Vier-Spieler-Titel dürfte „State of Decay 2“ nicht nur Genrefans Spaß machen.

State of Decay 2 – für Überlebenskünstler. Ab 22. Mai für PC, Xbox One, 30 Euro.

Pillars of Eternity 2: Deadfire

Computer-Rollenspiele wie früher sind wieder da! Schon das erste „Pillars“ wurde von Veteranen entwickelt und war vor drei Jahren ein großer Erfolg. Nun steht Teil zwei vor der Tür, und entlässt wieder eine ganze Heldengruppe in eine riesige Welt. Auf der Suche nach einer frech gewordenen Gottheit segeln die Helden durch ein großes Archipel. Wo sie dabei anlegen, mit wem sie sich verbünden und in welche Verliese sie hinabsteigen, das ist den Spielern dabei weitgehend selbst überlassen.

An jeder Insel warten neue Abenteuer, an jedem Hafen neue Missionen. Die Landmassen sehen schön aus – und übersichtlich. Denn wie früher zeigt das Rollenspiel die Welt von weit oben. So fühlen sich auch die chaotischen Kämpfe mit vielen Beteiligten eher wie ein Brettspiel an. „Deadfire“ dürfte wieder ein tiefgründiges, episches Abenteuer für PC-Spieler mit viel Zeit und Geduld werden.

Pillars of Eternity 2: Deadfire – für Seebären. Ab 8. Mai für PC, 50 Euro.

A Total War Saga: Thrones of Britannia

Einen sehr eigenständigen Mix aus Strategie und Taktik pflegt die „Total War“-Serie seit fast zwei Jahrzehnten. Spieler brüten in aller Ruhe vor einer großen Landkarte und treffen wichtige Grundsatzentscheidungen über die Entwicklung und Bewegung der eigenen Streitkräfte. Aber kommt es zum Kampf, dann ändert sich das Spiel grundlegend: Dann müssen sie als Feldherr in Echtzeit die Bewegungen der Truppe bestimmen. All das ist beim Alten geblieben; neu ist das Szenario. „Britannia“ besucht das Großbritannien des neunten Jahrhunderts.

Das Land ist unter Wikingern, Angelsachsen und Gälen aufgeteilt. Wer die Spieler sind, steht ihnen frei. 10 Fraktionen aus 5 Kulturen stehen zur Wahl, und alle sollen eine eigene Geschichte mit speziellen Herausforderungen bieten. Nicht nur die Schlachten entscheiden über Sieg und Niederlage, sondern auch die richtigen Bauprojekte, Technologien, Handelsrouten. Der neue Total-War-Titel sieht wieder so aus, als könnte er zwei ausgeklügelte Spielteile zu etwas größerem verbinden.

A Total War Saga: Thrones of Britannia – für Thronbesteiger. Ab 3. Mai für PC, 40 Euro.

Tennis World Tour

Eigentlich bietet sich Tennis als Videospiel an. Das Genre hat eine lange Tradition. Aber der letzte Grand Slam ist lange her. Genug gewartet: Ein Tennisspiel wie zu Zeiten der seligen Top-Spin-Serie verspricht dieser Titel. Wer es schafft, sich den unauffälligen Namen zu merken, der sollte das auch tun. Denn was von „Tennis World Tour“ bisher zu sehen war, sieht gut aus. Dank aufwändiger Motion-Capture-Technologie hechten realistische, flüssig animierte Profis über den Court.

Verschiedene Schlagarten liegen auf verschiedenen Knöpfen, die Länge des Knopfdrucks bestimmt die Power; so ähnlich hat sich auch „Top Spin“ gesteuert, und das hat einen guten Grund. Denn einige Macher des modernen Klassikers haben auch hier mitentwickelt. Über 30 lizensierte Profis und ein Karrieremodus mit komplexer Turnierplanung sollen den Spielern das Gefühl geben, dabei zu sein. Wie lange die Tour unterhält, ist noch offen, aber der erste Eindruck ist gut.

Tennis World Tour – für Balljungen. Ab 22. Mai für PC, PS4, Switch, Xbox One, Preis noch unbekannt.

Unforeseen Incidents

Grafikadventures gibt es noch. Gerade in Deutschland hat eine ganze Generation von Spielern niemals vergessen, wie schön es mit Evergreens wie „Monkey Island“ war – und eine ganze Reihe von Spielemachern auch nicht. So entstehen Spiele wie dieses: „Unforeseen Incidents“ stammt von einem neuen Entwickler in Bochum. Es spielt zwar woanders, aber die Bezüge zum Ruhrgebiet sind deutlich. Der ziellose Bastler Harper muss in seiner verschnarchten Heimatstadt Yelltown mit ansehen, wie eine geheimnisvolle Krankheit ausbricht, und wie Spezialisten in Schutzanzügen einfallen, um die Seuche zu stoppen.

Bedrohlich ist die Geschichte, aber der kritzelige Zeichentrickstil und der feine Humor heben die Stimmung. Das Spielerlebnis ist ganz wie früher: Dinge werden betrachtet, eingesammelt und kombiniert, um Rätsel zu lösen. Und natürlich wird viel gequatscht. „Unforeseen Incidents“ dürfte ein forderndes und langes Abenteuer werden.

Unforeseen Incidents – für Nussknacker. Ab 24. Mai für PC, Preis noch unbekannt.

Far: Lone Sails

Das vielleicht schönste Spiel des Monats ist auch das kleinste und leiseste. „Far“ ist der Titel eines ganz kleinen Entwicklers, und es handelt von einem winzigen Männlein in einer sehr leeren, weiten Welt. Um überhaupt voranzukommen, bedient die Spielfigur ein dampfgetriebenes Gefährt, dass auf kuriose Weise an einen Wal auf Rollen erinnert. Spieler tippeln in dem Riesengefährt umher, drücken Schalter und ziehen Hebel, damit die Kiste weiterrollt. Gelegentlich aber kommt der Wal vor Hindernissen zum Stehen, und immer wieder geht ihm die Puste aus. Dann müssen die Spieler aussteigen, sich umschauen, Hindernisse aus dem Weg räumen. Und dann geht die wunderschöne, melancholische Reise weiter.

Far: Lone Sails – für Lokführer. Ab 17. Mai für PC, Preis noch unbekannt.

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