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Anwohner haben Bedenken bei neuem Gewerbe an der B236

Geplantes Gewerbegebiet an der B236

Die Anwohner befürchten zu großen Lärm durch die geplanten Gewerbeansiedlungen an der B 236/Zeche-Hermann-Wall in Selm. Vor allem durch Rund-um-die-Uhr-Betriebe durch Tankstelle und Fast-Food-Restaurant. Die Stadt sieht jedoch keine Grund, den Bebauungsplan zu ändern.

Selm

, 25.04.2018
Anwohner haben Bedenken bei neuem Gewerbe an der B236

Noch ist das Feld gegenüber der Straße Im grünen Winkel unbebaut. Das soll sich bald ändern. © Arndt Brede

In Sachen geplantes Gewerbegebiet am Kreisverkehr B236/Zeche-Hermann-Wall haben Anwohner zudem Sorgen um die Bausubstanz ihrer Immobilien. Die Stadt sieht jedoch keinen Grund, den Bebauungsplan entsprechend zu ändern.

Das steht in öffentlich einsehbaren Unterlagen zu zwei politischen Ausschüssen in dieser Woche. Der Ausschuss für Umwelt und Zivilschutz hat am Mittwoch, 25. April, um 17 Uhr Sitzung im Sitzungssaal der Burg Botzlar, Botzlarstraße. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung kommt am Donnerstag, 26. April, ebenfalls um 17 Uhr in der Burg Botzlar zusammen.

Anwohner konnten Einwände vorbringen

In beiden Ausschüssen stehen unter anderem Vorberatungen zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 87 „Gewerbegebiet am Kreisverkehr B236/K44n“ auf der Tagesordnung. Auf der Fläche von 1,2 Hektar am vierten Arm des Kreisverkehrs Bundesstraße 236 und Zeche-Hermann-Wall sollen, wie berichtet, Gewerbebetriebe angesiedelt werden.

Im Vorfeld konnten Behörden, aber auch Privatleute Bedenken und Anregungen vorbringen.

Anwohner befürchten Lärmbelästigung vom künftigen Gewerbegebiet in Sicht- und Hörweite. Antwort der Stadt Selm: Im Gewerbegebiet seien nur „das Wohnen nicht wesentlich störende“ Gewerbebetriebe zulässig. Aufgrund einer konkreten Ansiedlungsabsicht (Tankstelle, Fast-Food-Restaurant, Autohaus) sei im Rahmen eines Schallgutachtens im Vorfeld bereits geprüft worden, ob diese Nutzungen an dem Standort umsetzbar sind. Das Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass unter Berücksichtigung verschiedener aktiver Maßnahmen (zum Beispiel Schallschutzwände entlang von Teilflächen auf dem Tankstellengelände und des Fast-Food-Betriebes) für die angestrebten Nutzungen die Richtwerte im Bereich der nächstgelegenen Wohnbebauung an der B236 eingehalten werden. Alternativ könne eine Gebäudekonzeption derart erfolgen, dass eine Abschirmung gegenüber der Wohnbebauung durch die Gebäude selbst erreicht werde.

„Belebung für Selm„

Stefan Zahlten, Anwohner der Kreisstraße, hält die von der Stadt Selm vorgeschlagenen Maßnahmen für sinnvoll: „Das ist doch gut für diejenigen, die sich belästigt fühlen.“ Er selber habe nichts gegen die An- beziehungsweise Umsiedlung der erwähnten Betriebe. Diese Überzeugung schöpft er aus eigener Erfahrung: „Ich wohne direkt gegenüber der Tankstelle und dem Autohaus, die ja ins neue Gewerbegebiet ziehen sollen. Die stören mich nicht.“ Zum neuen Gewerbegebiet sagt er außerdem: „Die Betriebe, die sich dort ansiedeln, sind eine Belebung für Selm.“

Weitere Anwohner befürchten, dass unter anderem durch Tiefbauarbeiten und Grundwasserabsenkungen ihre Häuser beschädigt werden könnten und fordern vor Beginn der Arbeiten, dass ihre Häuser durch Sachverständige begutachtet werden. Die Antwort der Stadt liest sich so: „Die genannten Gebäude befinden sich in einer Entfernung von mehr als 100 Metern zum Planbereich. Die Gefahr der Beschädigung von Gebäuden ist aufgrund dieser Entfernung auszuschließen, zumal eine Grundwasserabsenkung nicht vorgesehen ist. Eine präventive Begutachtung durch einen Sachverständigen ist daher nicht vorgesehen; dem Eigentümer bleibt es jedoch unbenommen, eine solche Begutachtung zu beauftragen.“

Thema im Ausschuss am 25. April Die Vorlagen für die Ausschüsse sind auf der Homepage der Stadt Selm (Menüpunkte Rat & Verwaltung – Bürgerinformationssystem) einsehbar: www.selm.de