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Sammlung: Rampe für behinderten Mirco

SELM Sabine und Peter Pietrzyk wollen das, was alle Eltern wollen: Ihrem Sohn eine glückliche Kindheit ermöglichen. Doch Mirco ist schwer behindert. Einfache Alltagshandlungen, besonders ihn im Auto zu transportieren, werden zur Tortur. Doch die Krankenkasse weigert sich, einen dringend benötigten Umbau des Familientransporters zu unterstützen. Jetzt wollen Nachbarn und Bürger helfen.

von Von Sarah Hinderer

, 02.10.2008
Sammlung: Rampe für behinderten Mirco

<p>Familie Peter Pietrzyk vor ihrem Auto. Durch den Umbau könnte der Alltag der Familie deutlich einfacher werden. Hinderer</p>

Der kleine Junge sitzt gekrümmt in seinem Rollstuhl. Seine wachen, hellblauen Augen blicken in die Runde. Er ist blass um die Nase, wirkt kränklich. Etwas ängstlich sucht er einen vertrauten Blick. Nachbar und Freund Ralf Kapuschenkski drückt seine Hand. Dann weiten sich Mircos Augen. Sie leuchten. Er lacht. "Mirco spricht mit seiner Mimik", erklärt Vater Peter Pietrzyk. Reden kann er nicht. Der 15-Jährige ist schwer behindert, geistig und körperlich. Er besitzt nur fünf Prozent der motorischen Fähigkeiten eines Gleichaltrigen. "Das ist nicht immer einfach, wir müssen bei allem helfen. Beim Malen und Essen seine Hand führen, ihn waschen."

Aufwändiger und kostspieliger Umbau Dazu hat die Familie bereits aufwändig das Badezimmer umbauen lassen, was mehr als 8000 Euro gekostet hat. Die Krankenkasse unterstützte sie lediglich mit einem kleinen Anteil. "Der Antrag über den Umbau des Autos wurde abgelehnt, weil Mirco keinen Führerschein hat", seufzt Peter Pietrzyk kopfschüttelnd. Dabei geht es bei dem Umbau, bei dem eine Rampe installiert wird über die Mirco in das Auto hinein gerollt werden kann, hauptsächlich um Mircos Sicherheit, erklärt Sozialpädagogin Yvonne Brokopr: "Im Moment sitzt Mirco nicht optimal. Er rutscht aus dem Sitz heraus, da die Sitzschale nicht an seinen Körper angepasst ist und er keine Fußstütze hat, im Rollstuhl säße er deutlich sicherer, außerdem wäre es natürlich für alle eine Erleichterung."Rampe soll 10000 Euro kosten

Doch das hat seinen Preis: 10 000 Euro soll der Umbau kosten. "Allein kann die Familie die Kosten nicht aufbringen", weiß Mario Löhr. Er will die Familie unterstützen und mit einem Info-Stand auf dem Apfelfest am Sonntag auf Mirco aufmerksam machen. Nachbar Ralf Kapuschenkski hatte die Idee, die Familie zu unterstützen. Es gelang ihm bereits, den ursprünglichen Preis von 15000 Euro auf 10000 Euro herunter zu handeln. Ein erster Schritt. Doch er hat sich ein weiteres Ziel gesetzt: "Die Rampe soll Mircos Weihnachtsgeschenk werden." Dafür will er nun Spenden sammeln. Auch Sabine Pietrzyk ist zuversichtlich. "Wir wollen Mirco zeigen, dass die Welt hinter Selm nicht zu Ende ist." Mutter Sabine ist gerührt. "Ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich Menschen gibt, die sich so für andere einsetzen."Spendenkonto: „Unterstützung für Mirco“, Sparkasse Lünen, Bankleitzahl: 44152370, Kontonummer: 116048950

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