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Produktion bei McAirlaid’s läuft ab September

Spatenstich bei McAirlaid‘s

Die ersten Selmer arbeiten bereits bei McAirlaid’s: dem Hersteller von Vliesstoffen, die weltweit zum Einsatz kommen, um Flüssigkeiten aufzusaugen. Am Donnerstag gab es den ersten Spatenstich. Wann gehen die Bauarbeiten los und welche Bedeutung hat der Standort in Selm? Darüber haben wir mit dem Geschäftsführer gesprochen.

Selm

, 06.04.2018
Produktion bei McAirlaid’s läuft ab September

So wird die Halle von Süden aussehen: der Kopfbau mit den Büros oben und den Überladebrücken unten. Hinten schließt sich ein 100 Meter langer Baukörper an.

Dass es regnet an diesem Donnerstagvormittag, bremst die gute Laune nicht auf dem Grundstück zwischen der Werner Straße und der Steiger Straße. Die Aussicht, dass ab September die Fertigung bei McAirlaid’s laufen soll und es sogar schon jetzt Erweiterungspläne gibt, hat die Teilnehmer der Feierstunde zum ersten Spatenstich unter ihren Schirmen sonnig lächeln lassen. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Was produziert McAirlaid’s eigentlich?


Da ist der Name Programm. Airlaids ist die englische Bezeichnung für Zellstoff-Vlies. Ob in Fleisch-, Obst- und Gemüsepackungen im Supermark oder auf Krankenhausbetten: Saugstarke Vliese kommen nahezu überall im Alltag zum Einsatz, wie Andreas Schmidt, einer der beiden McAirlaid’s-Geschäftsführer sagt. Zusammen mit Alexander Maksimow hatte er vor rund 20 Jahren einen Vlies entwickelt, der inzwischen weltweit vertrieben wird. Die Firma ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte Airlaids-Hersteller weltweit. „Und wir entwickeln immer wieder neue Produkte“, so Maksimow. Als erstes Unternehmen habe McAirlaid’s Inkontinenzprodukte für den Mann auf den Markt gebracht.

McAirlaid‘s hat Werke in Steinfurt, Berlingerode, Heiligenstadt, im estnischen Tallinn und in Virginia in den USA., wo auch gerade kräftig gebaut wird. Welche Rolle wird das Selmer Werk spielen?


An der Steigerstraße entsteht nach Auskunft von Geschäftsführer Maksimow das zentrale Weiterverarbeitungswerk für die woanders gefertigten Airlaids.

Der erste Spatenstich ist erfolgt. Wann beginnen die eigentlichen Bauarbeiten?


Maksimow hofft, dass es in zwei Wochen so weit sei. Bagger hatten bislang die Erde der Ackerfläche abgeschoben. Jetzt muss das Fundament erstellt werden. Dann kann der Aufbau erfolgen.

Die Halle hat die stolzen Maße von 50 mal 100 Meter und ist damit größer als ein Fußballfeld. Davor wird auch noch ein Verwaltungsbereich gesetzt. Ist der Zeitplan überhaupt zu schaffen?


„Er ist sportlich“, sagt Architekt Dominik Ehbrecht aus Duderstadt, „aber machbar“. Zurzeit würden 90 Stützen für die Halle gegossen. Anfang Mai würden sie aufgestellt und anschließend die Stahlbinder mit einer Spannweite von 25 Metern eingehängt. Von den Seiten werde die Halle mit Fassadenblechen verkleidet. „Mitte August werden wir mit der Installation der Produktionsmaschinen beginnen“, ergänzt Geschäftsführer Schmidt. Denn im September müsse die Produktion laufen – allein schon, um die Menge an Aufträgen abarbeiten zu können.

Gibt es schon weitere Pläne?


Allerdings. Nach der Startphase mit 50 Beschäftigten soll das Werk bald 20 Mitarbeiter in der Verwaltung und rund 100 in der Produktion haben. Wie Andreas Schmidt mitteilt, sind bereits die Voraussetzungen für eine Erweiterung des Selmer Werks nach Osten geschaffen.
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