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Jagd auf Kinderschänder im Internet

BORK Das Internet wird täglich für Arbeit und Freizeit genutzt. Auch von Kriminellen. Im Kampf gegen die Kinderpornographie im Netz kommt es auf die länderübergreifende Zusammenarbeit an. Denn ein Foto, in Deutschland aufgetaucht, stammt vielleicht aus Australien. Um die Arbeit im Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet zu verbessern, trafen sich 63 Polizeibeamte und Staatsanwälte aus 28 Nationen in Bork.

von Von Malte Woesmann

, 01.10.2007

  Im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP), dem ehemaligen IAF, kamen sie zu einer neuntägigen Konferenz zusammen. "Die Computer-Kriminalität hat die Polizei vor neue Herausforderungen gestellt", betonte Dieter Kretzer (Foto), Abteilungsleiter Kriminalitätskontrolle des LAFP, am Rande der Konferenz. Diesen neuen Herausforderungen stellten sich die Teilnehmer in verschiedenen Aufgaben. Sie lernten zunächst Grundzüge des Internets. "Zum Beispiel, wie ich herausfinden kann, welche IP-Adresse hinter einer Seite steckt und wer diese Seite ins Netz gestellt hat", so Bernd Röser, einer der Trainer in Bork. Aufbauend darauf wurden verschiedene Techniken vermittelt, die die Recherche im Internet vereinfachen. "Jedoch können wir nur gemeinsam gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet vorgehen", so Röser weiter. Daher sei dieser Erfahrungsaustausch eminent wichtig.

Bereits zum achten Mal fand die Konferenz statt, zum sechsten Mal in Folge in Bork. Hieraus hat sich ein weltweites Netzwerk von Polizeibeamten entwickelt, dass sich auch neben den Konferenzen ständig austauscht.

Jedes Kind soll sicher sein

"Jedes Kind auf der Welt soll vor diesen Verbrechern sicher sein", so Kursleiter Torbjörn Ull von Europol. Das Netzwerk der Händler müsse daher zerschlagen werden.

Hier sei die Polizei auf einem guten Weg. "Jeder, der im Internet ist, hinterlässt auch eine Spur", weiß Kretzer. Daher ziehen sich viele Täter bereits wieder aus dem Internet zurück. "Vor kurzem haben zwei Männer in Deutschland ihre Festplatten per Post ausgetauscht", berichtet Röser. Genützt habe es ihnen nichts, da sie trotzdem ermittelt wurden.

Eines will Kretzer unterstreichen: "Man ist bei Kinderpornographie nur einen Klick vom Strafverfahren entfernt."

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