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Handwerker haben in der Ludgerikirche das Sagen

SELM Siegfried Hoff lächelt. Ja, endlich wird die Ludgerikirche wieder erstrahlen. "20 Jahre habe ich darauf gewartet!" Was den Pfarrer der Kirchengemeinde St. Ludger so freudig stimmt, sind die Malerarbeiten in der Kirche.

von Von Malte Woesmann

, 03.10.2007

Am 20. Oktober ist Hoff 20 Jahre als Pfarrer in Selm, noch länger liegt jedoch der letzte Anstrich zurück. Hoff (Foto) schätzt ca. 35 Jahre. Grund für die Generalüberholung ist auch das Jubiläum der Kirche im kommenden Jahr. 100 Jahre wird das Gotteshaus dann. Am 12. August 2008 - Maria Himmelfahrt - wird dies natürlich groß gefeiert. Dafür hat die Gemeinde tief in die Tasche gegriffen. Sechsstellig ist die Summe, die für die ganzen Arbeiten aufgewendet werden muss. Den größten Teil zahlt die Gemeinde, nur ein kleiner Zuschuss kommt vom Bistum aus Münster. Der letzte Gottesdienst in der Ludgerikirche wurde an Pfingsmontag gefeiert, seitdem haben die Handwerker das Wort in der Kirche und nicht der Pfarrer.

Regen bleibt draußen

Jedoch bleibt es nicht nur beim neuen Anstrich. Im Zuge dieser Arbeiten werden noch viele andere Dinge erledigt und sind bereits umgesetzt worden. So erstrahlen nicht nur die Wände wieder, sondern auch die prachtvollen Fenster. Die Bleiverglasung war über die Jahre matt geworden. Zudem waren einige Fenster verzogen, so dass es bei schlechtem Wetter sogar rein geregnet hatte. "Einmal habe ich sogar noch etwas am Altar abbekommen", berichtet der Pfarrer. Jetzt sind die Fenster wieder dicht und die Farben der Bleiverglasung kommen wieder richtig zur Geltung.

Besser hören

Damit in Zukunft auch jeder Kirchbesucher in der Messe genau weiß, welches Lied als nächstes ansteht, wurde die Liederanzeige überarbeitet. Bei Sonneneinstrahlung konnte ein Großteil der Gemeinde die Liederanzeige nicht mehr erkennen. Auch dies gehört der Vergangenheit an. "Von jeder Seite kann jetzt jeder die Liednummern sehen", verspricht der Pfarrer. Doch nicht nur für das Auge wird etwas getan, auch für die Ohren. So werden in den Boden Induktionsschleifen eingelegt, die Menschen mit Hörgeräten das Hören erleichtern. Die normale Beschallungsanlage wurden ebenfalls erneuert. "Viele kamen oft auf mich zu und haben sich über die schlechte Akustik beschwert", weiß Hoff zu berichten. Das wird nun der Vergangenheit angehören.

Wieder Messe am 1. Advent

Den ersten Gottesdienst nach dem Umbau will Hoff am 1. Adventssonntag feiern. Dann können sich alle Gemeindemitglieder ein Bild ihrer alten und doch neuen Ludgerikirche machen.

 

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