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Geldstrafe: Selmer setzte schwangere Geliebte unter Druck

SELM/ DORTMUND Das Landgericht Dortmund hat am Mittwoch einen 30-jährigen Angestellten aus Selm wegen versuchter Nötigung und Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 4950 Euro (90 Tagessätze) verurteilt. Zusammen mit seiner Dortmunder Freundin (28) hatte der Mann im Mai 2006 seine von ihm schwangere Geliebte massiv unter Druck gesetzt.

von Von Martin von Braunschweig

, 01.10.2008

In dem „Gespräch“ mit seiner Geliebten soll der Angeklagte der Frau zunächst 10000 Euro angeboten haben, falls diese das Kind abtreiben lassen würde. Nachdem die Schwangere abgelehnt hatte, wurde der 30-Jährige offenbar richtig rabiat. Laut Urteil drohte er der Frau, jemandem zu beauftragen, der ihr „in den Bauch treten“ würde. „In Deutschland werden jedes Jahr 12 000 Kinder vermisst. Da kommt es auf eines mehr auch nicht an“, sollen seine Worte gewesen sein. Wohnungstür versperrt Seine Dortmunder Lebensgefährtin soll in der Zwischenzeit die Tür versperrt und die Schwangere so an der Flucht aus der Wohnung gehindert haben.

Im Prozess entschuldigte sich der 30-Jährige erstmals für seinen Ausraster. Das Baby ist inzwischen gesund zur Welt gekommen und lebt alleine bei der Mutter. Das Verfahren gegen die Dortmunder Lebensgefährtin des Angeklagten wurde gegen Zahlung von 200 Euro Geldbuße eingestellt.

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