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Cappenberger Waldschmiede muss dem Bagger weichen

CAPPENBERG Über 130 Jahre stand die Traditionsgaststätte Waldschmiede Aschhoff an der Borker Straße. Doch außer einem Haufen Schutt ist bald nichts mehr von ihr zu sehen. Die Abbrucharbeiten sind in vollem Gange.

von Von Theo Wolters

, 09.10.2008
Cappenberger Waldschmiede muss dem Bagger weichen

Die Waldschmiede wird abgebrochen.

Die alte Gaststätte wird aus dem Ortsbild verschwinden. Nach langen Versuchen diese Traditionskneipe wieder flott zu bekommen, bleibt jetzt nur noch der Abriss.   Über die Vergangenheit des Hauses berichtet Dr. Franz-Peter Kreutzkamp in seiner Geschichte der  Cappenberger Gaststätten.

Mit Erfrischungen fing alles an  Hier gibt es eine erste Erwähnung 1874, als Max Aschhoff das Anwesen des Schmiedemeisters Schlief erwarb. Der hatte in dem Haus seinen Kunden Erfrischungen angeboten, wenn sie z.B. auf das Beschlagen ihrer Pferde warteten. In dem damals einstöckigen Haus standen den Gästen ganze vier Quadratmeter zur Verfügung, das Bier kam aus einem Kupferhahn aus der Wand.Tante Hilde war der gute Geist des Hauses Es setzte eine rasche Entwicklung ein und bereits 1898 wurde der Saal angebaut. 1911 fand in diesem und in einem zusätzlichen Festzelt das Schützenfest statt. Es folgten die Aufstockung um zwei Etagen und 1927 der Anbau der Bühne an den Saal.

In seiner heutigen Form übernahmen Willi und Hedwig Aschhoff den Gasthof in den 50er Jahren. Er wurde so wieder zum intensiv genutzten Versammlungsort für die örtlichen Vereine, Gruppen und Parteien. Der gute Geist des Hauses war Fräulein Hilde Aschhoff, allen als "Tante Hilde" bestens vertraut und zusammen mit Max Aschhoff steter Ansprechpartner hinter dem Tresen.Kolpingspielschar und Freiherr-vom-Stein-Chor standen auf der Bühne

In Erinnerung geblieben sind auch die humorvollen Auftritte der Kolping-Spielschar und der Gesang des Freiherr-vom-Stein-Chores auf der kleinen Bühne. 1983 zog sich die Familie Aschhoff aus dem Geschäft zurück, es folgten in unterschiedlichen Abständen verschiedene Pächter. Zum Jahrtausendwechsel versammelten sich noch einmal viele Cappenberger zu einer gemeinsamen Feier in dem großen Saal und begrüßten 2000 mit einem langen Feuerwerk.Bereits seit 2005 geschlossen

Aber der alte Bau war so in die Jahre gekommen, dass die immer größer werdenden Probleme mit seiner Bausubstanz das Ende herbeiführten. Seit Februar 2005 blieben die Zapfhähne trocken.

Nach dem Abriss wird die Fläche zunächst eingegrünt. Über eine weitere Nutzung des Grundstückes ist noch nicht entschieden.

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