Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Bahn handelt endlich

Selm Steter Tropfen höhlt den Stein. Die wiederholten Berichte unserer Zeitung über die Störungen am Bahnübergang Sandforter Weg haben die Bahn nun endlich zum Handeln bewegt.

25.10.2007

Gestern früh rückte eine Gruppe von Technikern mit mehreren Fahrzeugen zu einer "großen Inspektion" an, wie es Bahnpressesprecher Jürgen Kugelmann ausdrückte.

Zwar habe man in den vergangenen Wochen schon mehrfach elektronische Baugruppen in Selm ausgetauscht.

Aber offenbar waren die fehlerhaften nicht dabei. Denn in dieser Woche gab es schon wieder zwei Ausfälle: zuerst tagsüber am Montag und dann am Dienstag bei Einbruch der Dunkelheit. Die Schranken öffneten sich für eine Weile nicht mehr.

Am Dienstag wurde die Situation gefährlich, weil einige Kinder mit ihren Rädern an den geschlossenen Halbschranken vorbei über die Gleise fuhren. In diesem Moment kam ein Zug der Prignitzer Eisenbahn. Zum Glück ist nichts passiert. "Gefährlich werde es nur dann, wenn sich Verkehrsteilnehmer nicht an die Verkehrsregeln halten", betonte Jürgen Kugelmann noch einmal. Die Lokführer würden informiert, wenn die Schranken nicht funktionierten und agierten entsprechend vorsichtig. Doch vor geschlossenen Schranken müsse jeder warten, sonst bestehe in der Tat Lebensgefahr, so der Bahnsprecher. Damit es gar nicht mehr zu solchen Situationen kommt, nahmen sich die Techniker gestern nicht mehr nur einzelne Baugruppen vor.

Vielmehr untersuchten sie die Elektrik und Elektronik auf der ganzen Strecke vom Bahnübergang Sandforter Weg bis zum nächsten Überweg Richtung Bork. Das ist die Bahnüberführung am Hüttenbachweg. Denn beide Schrankenanlagen sind miteinander gekoppelt. Deshalb könnte auch ein Defekt am Hüttenbachweg für die Störungen am Sandforter Weg verantwortlich sein.

Hunderte von Elementen, Schaltern, Verbindungen mussten die Fachleute gestern überprüfen.

Jürgen Kugelmann erklärt die Probleme mit einem Vergleich zum modernen Kraftfahrzeug: "In den Autos steckt ja heutzutage auch so viel Elektronik. Wenn Sie da mal eine Störung haben, müssen sie auch fünfmal in die Werkstatt, bis der Fehler endlich behoben ist." mam

Bildergalerie im Internet unter

www.RuhrNachrichten.de/Selm

Lesen Sie jetzt