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Quartett ging aus Geldnot regelmäßig auf Beutetour

Urteil für Diebesbande aus Schwerte

Rund 20 Mal gingen sie auf Beutezugin Schwerte und Umgebung - aus Geldnot. Am Freitag erhielt das Einbrecher-Quartett die Quittung für seine Taten. Vor dem Landgericht Hagen sprachen die Richter das Urteil.

Schwerte

, 25.05.2018
Quartett ging aus Geldnot regelmäßig auf Beutetour

Der Eingang des Landgerichtes. © picture alliance / dpa

Nach einer Serie von 20 Beutezügen in Schwerte und Umgebung hat das Hagener Landgericht eine vierköpfige Einbrecherbande aus Westhofen verurteilt. Die Hauptakteure (27,29) der Gruppe kassierten viereinhalb beziehungsweise drei Jahre und acht Monate Haft – zwei Mittäter kamen mit Bewährungshaftstrafen von jeweils 18 Monaten davon.

Das angeklagte Quartett (drei Männer, eine Frau) hatte im Prozess vor der 1. Jugendstrafkammer weitreichende Geständnisse abgelegt. „Was ich getan habe, kann ich leider nicht mehr rückgängig machen“, sagte ein Angeklagter am Freitag kurz vor der Urteilsberatung. Der 29-Jährige versprach: „Ich will mein Leben jetzt in den Griff kriegen.“

Täter zeigen Reue

Der mit 17 Jahren jüngste Angeklagte sagte: „Das war wirklich sehr dumm von mir. Ich möchte mich für alles entschuldigen.“ Dass die zwei Hauptakteure der Gruppe trotz Geständnisses nicht ohne Gefängnisstrafen davon kommen würden, war den Männern bereits klar. Dafür waren die Strafregister des Duos zu reichlich bestückt, und die beiden Angeklagten waren auch bei den meisten der 20 Einbruchscoups dabei. Einen Teil ihrer Haftstrafe sollen die zwei Angeklagten aber in einer geschlossenen Drogenentzugstherapie verbüßen.

Schmierestehen, Waren, Ablenken: Die junge Frau und der 17-jährige Jugendliche hatten eher untergeordnete Rollen in der Gruppe. Die Westhofenerin saß bei den Coups häufig „nur“ im Auto. „Mit einer Frau auf dem Beifahrersitz wird man nachts nicht kontrolliert“, hatte der 27-jährige Angeklagte im Prozess erklärt.

Werkzeuge aus dem Elsebad

Aus Geldnot hatte sich das Quartett zu einer Einbrecherbande zusammengetan und war zwischen dem 26. September und 21. November 2017 reihenweise auf Beutetour gegangen. Neben Schwerte waren sie auch in Dortmund, Sundern, Menden und Balve aktiv. Zu den Tatobjekten gehörten neben Privatwohnungen auch Bäckereien, Garagen, einem Restaurant und einer Grundschule auch das Elsebad. Der dortige Hausmeister hatte das fehlende Diebesgut im Wert von mehr als 7000 Euro so auf den Punkt gebracht: „Alles, was gut und teuer ist.“ Gestohlen worden waren im Elsebad vor allem hochwertige Werkzeuge. Beim Versuch, ins Innere des Schwimmbads zu gelangen, war zudem ein Garagentor aufgebogen worden.

Die Urteile lauten unter anderem auf gewerbsmäßigen Wohnungseinbruchsdiebstahl sowie Diebstahl mit Waffen.

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