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Was kostet der Kindergarten nach KiBiz?

SCHWERTE Die Kindergartenbeiträge dürfen nicht steigen – diese Meinung vertreten nahezu alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses mit Blick auf das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Am Mittwoch verabschiedeten die Koalitionäre in Düsseldorf ihr umstrittenes Gesetz. Im Jugendhilfeausschuss diskutierte man bereits am Vortag.

von Von Heiko Mühlbauer

, 17.10.2007
Was kostet der Kindergarten nach KiBiz?

Erst kürzlich diskutierten Kinder mit ihren Eltern gegen Kibiz am Rathaus.

„Wir müssen die Elternbeiträge stabil halten“, forderte CDU-Sprecher Joseph Bender und räumte unumwunden ein, dass auch er mit dem Gesetz nicht einverstanden ist. Die Festsetzung der Beiträge ist Sache der Stadt. Die hat bekanntlich kein Geld. Wohin das führen kann, zeigt die Stadt Gelsenkirchen. Die wurde von der Kommunalaufsicht gezwungen, die Kindergartenbeiträge zu erhöhen.Bisher alles Kaffeesatzlesen „Bislang ist das alles ohnehin nur Kaffeesatzlesen, das kann billiger oder teurer werden“, kommentierte Sozialdezernent Hans-Georg Winkler. Denn die Ausführungsbestimmungen zum Gesetz müssen noch erarbeitet werden. Außerdem gebe es weitere Unsicherheiten: So sollen die Eltern zukünftig zwischen einer Betreuung von 25 Stunden, 35 Stunden oder sogar 45 Stunden in der Woche wählen können. Eine Elternumfrage des Jugendamtes ergab, dass die meisten der Teilnehmer die 35-Stunden-Variante wählen würden. Die entspricht auch den heutigen Blockzeiten. Ein Viertel der Befragten würde ihren Nachwuchs sogar gerne 45 Stunden im Kindergarten betreut wissen. Allerdings ohne die genauen Beiträge zu kennen. Stadt kalkuliert mit alten Beiträgen „Da wird der eine oder andere dann vielleicht doch in eine günstigerer Gruppe rutschen“, schätzt Jugendamtsleiterin Charlotte Schneevoigt. Fest steht: Bislang kalkuliert man bei der Stadt mit den alten Beiträgen. Denn der Etat ist schon aufgestellt. „Wenn KiBitz kommt, müssen wir eben nochmal neu rechnen“, schätzt Sozialdezernent Winkler.

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