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"Sonnige" Aussichten für den Schwerter Arbeitsmarkt

SCHWERTE Der Arbeitslosenzahlen in der Ruhrstadt waren im September erfreulich klein. Mit 7,6 Prozent liegt die Quote auf dem niedrigsten Stand seit 1992. Von dem Aufschwung profitieren dabei auch Hartz-IV-Empfänger.

von Von Nicole Jankowski

, 01.10.2008
"Sonnige" Aussichten für den Schwerter Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenzahlen in Schwerte sind so niedrig wie seit 1992 nicht mehr.

Mit 7,6 Prozent liegt sie nur noch knapp über dem Bundesdurchschnitt (7,4 Prozent).

Im Vergleich: In Dortmund beträgt die Quote dagegen fast das Doppelte – dort liegt sie bei 13,4 Prozent. „Auf dem Finanzmarkt kriselt‘s, das Wetter ist mies, aber auf dem Schwerter Arbeitsmarkt scheint die Sonne“, freuten sich Agentur-Chef Helge Kubat und Arge-Teamleiter Lothar Stilleke. Besonders beeindruckend sei die Zahl, wenn man bedenke, dass noch vor drei Jahren ein Höchststand mit 2755 Arbeitslosen erreicht war.

Im September waren 1866 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet –  gegenüber 1935 im August. Der Rückgang sei ausschließlich auf Arge-Kunden zurückzuführen, die vermittelt werden konnten. „Es heißt oft, der Aufschwung gehe an Hartz-4-Empfängern vorbei“, erklärte Stilleke. In Schwerte habe man das Gegenteil beweisen können. Auch bei den Langzeitsarbeitslosen sei ein Rückgang um 18,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. „Erstmals sind wir unter der 800-er-Marke“, so Stilleke. Der Rückgang bei arbeitslosen Jugendlichen falle ebenfalls massiv aus. Nur noch 139 junge Männer und Frauen suchen derzeit eine Stelle.

Kubat machte Neuansiedlungen wie auf dem ehemaligen Brüninghausgelände für die positiven Zahlen verantwortlich. Die Logistik-Firma Schäflein habe allein 14 Arbeitslose aus Schwerte eingestellt. Allgemein sei die Lage sehr positiv. „Ich bin zuversichtlich, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind“, betonte Stilleke. Die Unternehmen in der Stadt stünden sehr positiv dar, viele seien in gefragten Branchen tätig, der Handel habe durch die Ansiedlung von C&A positive Impulse erhalten.

Damit dass auch so bleibt, planen Agentur für Arbeit und Arge verschiedene Projekte: Im kommenden Jahr soll der Fokus auf Qualifizierung liegen – im Betrieb, auf die Anforderungen der Arbeitgeber zugeschnitten. Das Sonderprogramm JobPerspektive (Infos bei Lothar Stilleke unter Tel. 240 60 48) bringt schwer zu vermittelnde Langzeitsarbeitslose in den Markt. Und Mitte November gibt es in Dortmund eine Nachvermittlungsaktion für Azubis. 22 Schwerter suchen noch einen Ausbildungsplatz.

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