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Schwere Zeiten für Schwerter Immobilienhändler

SCHWERTE Die weltweite Immobilienkrise hat auch die Ruhrstadt erreicht. Das spüren derzeit vor allem Hausbesitzer, die ihre Objekte verkaufen wollen. Denn mit jeder schlechten Nachricht vom Finanzmarkt werden die Käufer noch ein Stück vorsichtiger.

von Von Katharina Pfeifle

, 30.10.2008
Schwere Zeiten für Schwerter Immobilienhändler

Grundstücke zu verkaufen, ist in Schwerte derzeit ein mühsame Angelegenheit.

„Das Vertrauen in die Branche ist derzeit nicht da“, fasst Makler Siegfried Lusse seine Sicht der Dinge zusammen. „Die schlechten Nachrichten aus aller Welt reißen nicht ab und führen tatsächlich dazu, dass sich der ein oder andere mit Kaufaktivitäten zurückhält.“

Besonders betroffen seien die Reihenmittelhäuser, „die haben preislich am stärksten gelitten – noch vor den Doppelhäusern“, erklärt der Makler. Das Reihenhaus habe den Hauskauf für manche Menschen erst finanzierbar gemacht. Doch genau diese Klientel zeige sich nun verunsichert. Im oberen Preissegment dagegen übersteige derzeit die Nachfrage das Angebot.

Von einer allgemeinen Verunsicherung, die sich auf den Schwerter Immobilienmarkt niederschlägt, berichten auch andere Branchenkollegen. Matthias Wünsch beispielsweise ist für das Baugrundstück Grachtenland in Ergste zuständig und hat in den letzten drei Monaten einen konkreten Rückgang in den Anfragen beobachtet.

„Es besteht deutlich weniger Beratungsbedarf. Dafür sind die Anfragen, die wir noch bekommen, von langer Hand geplant und sehr spezifisch. Die Unschlüssigen und Spontanen fallen quasi weg.“ Besonders groß sei die Nachfrage nach freistehenden, großzügigen Häusern.

Für das Grachtenland wurden aus diesen Erkenntnissen bereits Konsequenzen gezogen: „Urspünglich hatten wir 62 Grundstücke im Angebot, jetzt ist die Anzahl auf 48 gesunken, weil wir die Grundstücke der Nachfrage angepasst und dementsprechend vergrößert haben. Reihenhäuser sind nun gar nicht mehr vorgesehen und Doppelhaushälften wurden auf insgesamt acht reduziert“, kommt Matthias Wünsch zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie Siegfried Lusse.

Ralf Grobe von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) Schwerte versichert, in den letzten anderthalb Jahren habe die Nachfrage bei ihnen nur geringfügig abgenommen. Dafür macht er zum einen attraktive Baugebiete wie das am Alten Dortmunder Weg verantwortlich. Zum anderen aber auch die Tatsache, dass nach neuesten energetischen Standards gebaut wird. Solaranlage, Regenwassernutzung und Wärmedämmung seien angesichts steigender Energiepreise für die Kunden nach wie vor interesant, da sie die Betriebskosten auf ein Minimum senken.

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