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Musikalisches Familientreffen in St. Viktor

SCHWERTE Es war ein Familientreffen der musikalischen Art: Johann Michael, Johann Nikolaus und Johann Sebastian, ihres Zeichens gebürtige Bachs. Der Name ist ein Synonym für hörbare Tradition, klanghafte Geschichte und anspruchsvolle Musik. Nicht ohne Grund fand sich zum Familientreffen am Samstagabend ein derart großes Publikum in der St.Viktor-Kirche zusammen.

von Von Sarah Saczek

, 03.12.2007
Musikalisches Familientreffen in St. Viktor

Die zahlreichen Zuhörer in St. Viktor waren begeistert.

Mit Johann Michael Bachs (1648 - 1694) Choralmotette „Ehre sei Gott in der Höhe“ für einen acht stimmigen Doppelchor überzeugten aber nicht nur die Noten. Auch das Orchester, die Mitglieder des Chorprojekts unter der Leitung von Dirigent Klaus Irmscher sowie die Solisten Anneli Pfeffer (Sopran), Sabine Spieker (Alt), Thomas Iwe (Tenor) und Gerrit Miehlke (Bass) zeigten glanzvolle Leistungen Der harmonische Klang aus Komposition der verschiedenen Stimmen und Gesangseinsätze in diesem typischen Werk aus dem „altbachischen Archiv“ lud die Zuhörer regelrecht ein.Tonreichtum und Konzentration Die anschließenden Auszüge aus Johann Nikolaus Bachs (1669-1753) „Missa brevis in G“ erklang in großem Tonreichtum. Das anspruchsvolle Arrangement verlangte viel Konzentration von den Solisten. Mit präziser Intonation präsentierten die Sänger alle drei Bachs gleichwertig. Dennoch war Johann Sebastian Bach (1685-1750) der Höhepunkt des Adventskonzerts. Die Kantate „Bereitet die Wege“ begeisterte mit anspruchsvollen Soli. Komplizierte Tonläufe, die sich nur um Nuancen unterschieden und Passagen, die so eng verstrickt waren, dass sie keine Atempausen zuließen, forderten die Sänger und Instrumentalisten beeindruckend heraus. Ebenso Johann Sebastian Bachs zweite Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“.Sopranistin  zauberte mit gockenklarer Stimme Sopranisitin Anneli Pfeffer zauberte mit ihrer glockenklaren Stimme himmelsgleiche Höhen. Sabine Spieker (Alt) bewirkte als perfektes Pendant zum Sopran mit voluminöser Klangfarbe eine außergewöhnliche Bodenhaftung. Tenor Thomas Iwe überzeugte vor allem in seinen Rezitativen mit klarer Akzentuierung und hellem Klang. Passender Kontrast dazu war Bass Gerrit Miehlke. Er bewies bewusst eingesetzte Kraft in der Tiefe und beeindruckte mit dunkler, aber deutlicher Intonation. Das Adventskonzert war also ein harmonisches Familientreffen. Ganz im Sinne talentierten Bach-Familie.