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Geisecker seit einer Woche ohne Anschluss

20.06.2007

Geisecke Die Einladung kam per Post. Da bei Ute Schauff seit einer Woche weder Telefon noch Internet funktionieren, lud die SPD-Ortsvereinsvorsitzende aus Geisecke mit einem Brief zur Mitgliederversammlung ein.

Und sie ist nicht die einzige. Zahlreiche Anschlüsse in Geisecke sind seit dem vergangenen Mittwoch nicht erreichbar. Bei Arbeiten in einem Bachbett an der Schützenstraße war ein Kabel beschädigt worden, wie Telekom-Pressesprecher Uwe Wendlandt gestern auf Anfrage bestätigte. Dadurch kam es zu einem Kurzschluss. Rund 15 Meter Kabel verbrannten. «Dieses Kabel hat eine Stärke wie ein Unterarm und rund 1000 Leitungsmöglichkeiten», so Wendlandt.

Streik

Seit Montag sind die Arbeiter vor Ort, trennen das verbrannte Stück aus der Leitung, setzen das neue Kabel ein, isolieren und schützen die Verbindungsstücke wieder. «Wir hoffen, dass am Mittwochnachmittag alles normal läuft», betont Wendlandt. Der Streik sei dabei nur ein Grund für die Verzögerung. «Deshalb konnten wir keine Arbeiten am Wochenende durchführen», erläutert der Pressesprecher. Auch der Schaden an sich sei arbeitsintensiv - so läge zum Beispiel ein Wasserrohr genau über einem der Kabelverbindungsstücke.

Flatrate

Ein schwacher Trost für Ute Schauff. Seit einer Woche ist die Lehrerin auf ihr Handy angewiesen. «Wir haben eine Flatrate, die können wir natürlich in diesem Monat gar nicht nutzen», regt sie sich auf. Noch ärgerlicher sind allerdings die beruflichen Auswirkungen. Ihr Mann Uwe-Peter ist für seinen Beruf auf das Telefon angewiesen, kann seit einer Woche nicht arbeiten. Auch einer ihrer Nachbarn, der mit Internetdesign sein Geld verdient, beklagt den Verdienstausfall.

In diesem Punkt hat Udo Wendlandt gute Nachrichten: «Wer seinen Schaden nachweisen und genau beziffern kann, hat Anspruch auf Schadenersatz», erklärt er. jan

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