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Detlef Lewe mit 69 Jahren gestorben

SCHWERTE Er war das Aushängeschild des Schwerter Kanusports: Detlef Lewes sportliche Bilanz steht kommentarlos für sich. Am Mittwoch ist der Schwerter Ausnahmesportler nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren gestorben.

von Von Nicole Jankowski

, 01.10.2008
Detlef Lewe mit 69 Jahren gestorben

Der Sport begleitete ihn bis ins hohe Alter: Detlef Lewe.

In den 60-er und 70-er Jahren war er im Einer-Canadier dreimal Weltmeister, zweimal Europameister und 33-facher Deutscher Meister im Kanurennsport. Zwischen 1960 und 1972 nahm der Schwerter an vier olympischen Spielen teil. In Mexiko errang er die Silbermedaille, aus München kam Lewe mit der Bronzemedaille nach Hause. 1963 fuhr der Schwerter in Jugoslawien erstmals in die internationale Spitze. Mit nur 2/10 sec. Rückstand wurde er Vizeweltmeister. Als sportlichen Höhepunkt bezeichnete Lewe die Doppelweltmeisterschaft 1971 in Belgrad.

Der Tiefpunkt war ein Jahr zuvor erreicht: Bei den Weltmeisterschaften in Kopenhagen vereitelte starker Rückenwind und eine falsche Bootstrimmung das Comeback. Auch eine Goldmedaille blieb dem Kanuten in seiner sportlichen Laufbahn versagt. Natürlich bleibe ein Gefühl des Unzufriedenheit, war Lewes ehrliche Antwort. Aber er trauere der fehlenden Goldmedaille nicht mehr nach. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn nahm Lewe die Nachwuchsfahrer Nickolay und Wiese als Trainer unter seine Fittiche – 1976 errang das Duo überraschend die Deutsche Meisterschaft.

Vielen Schwertern war der gelernte Metzgermeister auch als Inhaber der Fleischfachgeschäfts Lewe in der Hüsingstraße ein Begriff. Ende der 90-er Jahre verkaufte Detlef Lewe das Geschäft und zog nach München. Zu seinem 60. Geburtstag hatte der Schwerter Kanu-Verein seinem erfolgreichsten Kanuten ein besonderes Geschenk gemacht: Detlef-Lewe-Weg heißt die Zufahrt zum Kanu-Heim. Lewe war Ehrenringträger der Stadt Schwerte.

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