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25-jähriger Schwerter betrieb Drogenhandel

SCHWERTE Einen florierenden Drogenhandel betrieb ein 25-jähriger Schwerter in seiner Wohnung in der Innenstadt. „Manchmal standen die Kunden im Hausflur Schlange“, erklärte Polizeisprecher Martin Volkmer gestern.

von Von Heiko Mühlbauer

, 02.10.2008
25-jähriger Schwerter betrieb Drogenhandel

Ein 60-jähriger Werner soll gemeinsam mit zwei anderen Männern eine Marihuana-Indoor-Plantage betrieben haben.

Ein komplettes Drogennetzwerk ging der Polizei im Sommer und Herbst ins Netz. Dessen Hauptlieferant war ein 24-jähriger Maschinenbaustudent aus Aachen, der die Grenznähe seines Studienortes für einen florierenden Drogenimport ausnutzte. In Schwerte versorgte er drei Drogendealer, die mit den Importen die örtliche Szene versorgten.„Wir gehen davon aus, dass wir damit den Markt in Schwerte kurzfristig trocken gelegt haben“, hofft Volkmer.

Ein anonymer Hinweis hatte den Stein ins Rollen gebracht. Bereits Ende April konnte man so einen 22-Jährigen aus Holzen festnehmen, der etwa ein Kilogramm Haschisch und Marihuana in seiner Wohnung gebunkert hatte, um es auf der Mayday in Dortmund weiter zu verkaufen. Über ihn geriet man an einen 28-Jährigen, der quasi per Bauchladen die Szene vor Ort mit verschiedenen Drogen bediente.

Als größten Fahndungserfolg sehen die Ermittler aber die Festnahme des 25-Jährigen, der seine Wohnung zum Drogengeschäft umfunktioniert hatte. Denn in den Räumen stellte man nicht nur sieben Kilogramm Haschisch, ein Kilogramm Marihuana, 500 Gramm Amphetamin und 1300 Ecstasy-Pillen sicher, sondern auch einen Scanner zum Abhören des Polizeifunks und eine professionelle Buchführung. Damit könne man die Drogengeschäfte des Mannes nachverfolgen, erklärt Volkmer.

Alle vier Männer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Ärgerlich könnte die Buchführung des 25-Jährigen übrigens für dessen Kunden werden. Denn zumindest einige von ihnen können sich in der nächsten Zeit auf Besuch von der Polizei einrichten. Wie berichtet, hatte die Drogenberatung in den vergangenen Monaten vermehrt eine offene Drogenszene vor allem rund um den Stadtpark festgestellt.

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