Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Schmerzensgeld: Arzt soll für geschädigtes Kind zahlen

Hamm. Das Oberlandesgericht Hamm hat wegen eines Behandlungsfehlers einem neun Jahre alten gehirngeschädigten Kind 400 000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Der Gynäkologe habe vor der Geburt im November 2008 nach mehreren Warnzeichen nicht dafür gesorgt, dass die Mutter schnellstmöglich in ein Krankenhaus komme, teilte das OLG am Donnerstag in Hamm mit. Das Kind kam wegen einer Unterversorgung mit Sauerstoff mit schweren Behinderungen auf die Welt und wird immer auf Hilfe angewiesen sein. Das Urteil (Az. 3 U 63/15) ist nicht rechtskräftig.

Schmerzensgeld: Arzt soll für geschädigtes Kind zahlen

Ein Schild mit der Aufschrift "Oberlandesgericht" in Hamm. Foto: Guido Kirchner/Archiv

Das Gericht befand, der Arzt hätte die Aufzeichnung der Herzschlagfrequenz und Wehentätigkeit, wo sich Probleme abzeichneten, nach Beendigung innerhalb von bis zu 20 Minuten ansehen müssen. Tatsächlich sichtete der Arzt die Daten laut Gerichtsmitteilung erst nach etwa 50 Minuten und machte dann eine Ultraschall-Untersuchung. Er hätte anschließend die Mutter „schnellstmöglich“ in eine nahegelegene Entbindungsklinik einweisen müssen, befanden die Richter. Stattdessen fuhr die Frau zunächst mit dem eigenen Auto nach Hause.

Wegen der „grob fehlerhaften“ Behandlung sei das Kind mit einer Verzögerung von 45 Minuten entbunden worden, was für den Hirnschaden mitursächlich geworden sei, urteilte der 3. Zivilsenat des OLG.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Düsseldorf. Patienten fühlen sich im Gesundheitswesen oft bevormundet und wenig gehört. Die Gesundheitsminister der Länder wollen die Interessen und Wünsche von Patienten nun mehr in den Vordergrund rücken.mehr...

Siegen. Er wollte ihm noch ins Gesicht stechen: Weil er seinen Bruder und dessen Frau erstochen haben soll, steht ein 63 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Siegen. Die Tat hat er gestanden, Reue zeigte er nicht. Nun wird das Urteil erwartet.mehr...

Bonn. Bei einem Frontalzusammenstoß sind am Mittwoch drei Menschen in Bonn schwer verletzt worden - darunter ein 14-Jähriger. Ein 49-jähriger Mann habe die Kontrolle über seinen Wagen aus zunächst ungeklärter Ursache verloren und sei dann auf die Gegenfahrbahn geraten, teilte die Polizei mit. Dort krachte er in das entgegenkommende Auto einer 29-Jährigen. Bei dem Unfall wurden die Fahrerin und der Fahrer sowie der jugendliche Beifahrer des 49-Jährigen verletzt. Die drei Menschen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.mehr...