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Rückendeckung für die Naturfreunde

Mollbeck

Der Wirtschaftsausschuss berät zwar erst in seiner Sitzung am 14. Juni über die Zukunft des Naturfreundehauses, die Politik positioniert sich aber bereits jetzt.

RECKLINGHAUSEN

29.05.2011
Rückendeckung für die Naturfreunde

Noch ist nicht abschließend über die Zukunft des Naturfreundehauses entschieden. Foto: Jörg Gutzeit

So haben die Grünen bereits Kontakt zum Gastronomen Uwe Suberg gehabt, einer von mehreren Interessenten, die sich in der städtischen Immobilie, die derzeit allein von den Naturfreunden genutzt wird, professionell engagieren wollen. „Offenbar ist der Eindruck entstanden, dass wir gegen eine kommerzielle Nutzung des Hauses sind. Dem ist nicht so. Auch wir halten es für erstrebenswert, die Öffnungszeiten und Nutzungsmöglichkeiten des Hauses auszubauen“, sagte Vize-Bürgermeisterin Christel Dymke (Grüne). Sie erneuerte ihre Forderung „ein schlüssiges Verkehrskonzept für das Naherholungsgebiet Mollbeck zu erarbeiten“. Dymke ist es ein Dorn im Auge, dass Jogger, Walker oder Spaziergänger in großem Ausmaß durch Autos belästigt würden. „Dringend sollte geprüft werden, ob es nicht für Entlastung sorgen würde, die Zufahrt zum Freibad an der Halterner Straße wieder zu öffnen, dafür andere Durchfahrtmöglichkeiten zu verbieten“, sagte Dymke. Positiv sieht sie, dass Suberg bereit sei, ein Konzept zu fahren, bei dem auch die Naturfreunde weiter ihren Platz an der Mollbeck hätten. Die AWO-Stadtranderholung stehe ohnehin nicht zur Disposition. Dymke: „Wir haben nichts dagegen, wenn im Sommer ein attraktiver Biergarten seine Pforten öffnet und am Abend Veranstaltungen stattfinden. Auch eine Öffnung der Gastronomie zum Freibad hätte ihren Reiz.“ Für die SPD kritisierte Fraktionschef Frank Cerny nach einem Meinungsaustausch mit dem Vorstand der Naturfreunde, dass die Verwaltung einem angekündigten Gespräch mit dem Verein bisher offenbar aus dem Weg gehe. „Das ist unverständlich, denn seit vielen Jahren hält der Verein das Haus mit ehrenamtlicher Arbeit und finanziellen Mitteln so gut er kann instand. Wenn jetzt über die Zukunft des Hauses entschieden werden soll, erwarten wir von der Verwaltung, dass der Verein eingezogen wird. Und zwar, bevor der Ausschuss tagt“, so Cerny. Die SPD wolle außerdem kein Konzept mittragen, das aus dem Naherholungsgebiet eine Partymeile mache.

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