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Römer gibt Ämter ab: Jusos wollen mehr Einfluss

Düsseldorf. Bei der personellen Erneuerung der NRW-SPD wollen auch die jungen Mitglieder mitreden. Alte Politiker machen Platz, die Jusos pochen auf mehr Einfluss. Konflikte sind nicht auszuschließen.

Römer gibt Ämter ab: Jusos wollen mehr Einfluss

Der bisherige SPD-Landtagsfraktionschef Norbert Römer kommt mit einem Blumenstrauß aus dem Fraktionssaal. Foto: Federico Gambarini

Nach der überraschenden Wahl von Thomas Kutschaty zum neuen SPD-Landtagsfraktionschef kommt Bewegung auch in die Landespartei. Der bisherige Fraktionschef Norbert Römer (71) scheidet aus dem Parteivorstand der nordrhein-westfälischen SPD aus. Ein Sprecher der NRW-SPD bestätigte am Mittwoch entsprechende Informationen der „Westdeutschen Zeitung“. Römer wolle beim Landesparteitag der NRW-SPD am 23. Juni nicht mehr für das Amt des Schatzmeisters kandieren. Sein Abgeordnetenmandat im Landtag wolle Römer nach bisherigen Informationen behalten, hieß es auf dpa-Anfrage in der Fraktion.

Die SPD-Fraktion hatte am Dienstag überraschend Kutschaty zum neuen Fraktionschef gewählt und nicht Marc Herter, Römers Wunschkandidat. Herter, der auch stellvertretender Landesparteichef ist, war in der Kampfabstimmung knapp gescheitert.

Römer habe daraufhin am Dienstagabend mit sofortiger Wirkung auch den Vorsitz des SPD-Bezirks Westliches Westfalen niedergelegt, bestätigte der Sprecher einen Bericht der „Neuen Westfälischen“. Römer und Herter gehören beide diesem mächtigen Bezirk an, der die größte Regionalgruppe in der SPD-Fraktion stellt. Offenbar hatten aber auch Abgeordnete des Bezirks für Kutschaty gestimmt. Bis zu einer Neuwahl werde André Stinka den SPD-Bezirk Westliches Westfalen führen.

Unterdessen fordern auch die NRW-Jusos, die mehr als 18 000 Mitglieder haben, Posten und mehr Einfluss im Landesvorstand. „Wir wollen nicht mehr nur gute Ratschläge von der Seitenlinie geben, sondern Teil der Erneuerung sein“, sagte NRW-Juso-Chef Frederick Cordes.

Der Juso Veith Lemmen, der auch Mitglied im Landesvorstand der SPD ist, kündigte an, dass er sich beim Landesparteitag am 23. Juni für einen der vier Stellvertreterposten des Parteichefs bewerbe. Das könnte das bisherige Machtgefüge in der Partei durcheinanderzubringen. Denn Lemmen kommt ebenfalls aus dem Bezirk westliches Westfalen und könnte damit Herter als bisherigem Parteivize gefährlich werden. Bisher werden die Stellvertreterposten entsprechend den vier Parteiregionen vergeben.

Als neuen Vorsitzenden der NRW-SPD hat eine Findungskommission - auch mit Beteiligung der Jusos - den Bundestagsabgeordneten Sebastian Hartmann (40) nominiert. Dessen Vorschläge zur Erneuerung der SPD gingen „in die richtige Richtung“, sagte Cordes.

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