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Rhein-Neckar Löwen patzen in Berlin

Berlin. Die Rhein-Neckar Löwen kassieren in Berlin ihre fünfte Saison-Niederlage. Dennoch glauben die Mannheimer weiter fest an den Titel-Hattrick in der Handball-Bundesliga.

Rhein-Neckar Löwen patzen in Berlin

Berlins Steffen Fäth (l) hat sich im Duell mit den Löwen verletzt. Foto: Soeren Stache

Die Rhein-Neckar Löwen sind im Titelrennen der Handball-Bundesliga gestolpert, halten bei der Jagd nach dem ersten Double der Vereinsgeschichte aber weiter alle Trümpfe in der Hand.

Nach der 23:29 (11:12)-Pleite beim Tabellendritten Füchse Berlin weist der Spitzenreiter aus Mannheim (50:10) vier Spiele vor Saisonschluss zwar nur noch zwei Minuspunkte weniger auf als der spielfreie Vizemeister SG Flensburg-Handewitt (50:12), glaubt angesichts seines leichten Restprogramms aber weiter fest an den Titel-Hattrick.

„Die Füchse haben heute alles besser gemacht als wir und waren in allen Belangen überlegen. Sie waren viel bissiger. Wir waren nicht bereit genug“, sagte Löwen-Regisseur Andy Schmid selbstkritisch. Zweifel an der Titelverteidigung ließ er aber nicht aufkommen: „Wir werden jetzt nicht nervös.“ Kreisläufer Hendrik Pekeler ergänzte: „Wir haben weiter alles in der eigenen Hand, sind auf niemanden angewiesen.“

Angeführt vom überragenden Auswahl-Keeper Silvio Heinevetter dürfen die Berliner (47:13), die Nationalspieler Steffen Fäth früh mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung verloren, nach der Gala gegen den designierten Meister weiter von Rang zwei und dem Einzug in die Champions League träumen. „Ich liebe meine Füchse immer, aber heute besonders“, sagte Berlins Trainer Velimir Petkovic. „Das war eine fantastische Leistung.“

Im Topspiel vor 9000 Zuschauern war von Beginn an Pfeffer drin. Der Herausforderer aus Berlin kaufte dem Tabellenführer den Schneid ab und hatte in Heinevetter einen ganz starken Rückhalt. Der 33-Jährige parierte insgesamt 20 Löwen-Würfe.

Nach 24 Minuten lag der Tabellenführer mit 7:11 in Rückstand, was Trainer Nikolaj Jacobsen zu einer Auszeit inklusive Standpauke für seine Spieler veranlasste. „Wir bewegen uns nicht gut genug, da muss viel mehr kommen“, schimpfte Jacobsen lautstark. Die mahnenden Worte des Dänen und dessen Maßnahme, in den folgenden Angriffen den siebten Feldspieler zu bringen, zeigten schnell Wirkung. Beim 11:11 (29.) waren die Gäste wieder dran.

Dem Spiel konnten sie damit aber keine Wende geben. Auch nach dem Wechsel agierten die Füchse aggressiver in der Deckung und abgeklärter im Angriff. In der 45. Minute betrug der Vorsprung beim 22:16 erstmals sechs Tore. „Da war das Ding gegessen“, sagte Schmid. Bester Werfer beim Sieger war Hans Lindberg mit neun Toren, für die Gäste traf Mads Mensah Larsen sechsmal.

Im Kampf gegen den Abstieg erkämpfte der TV Hüttenberg einen wichtigen Punkt und rückte durch das 24:24 gegen den TBV Lemgo mit 13:49 Punkten auf Rang 17 vor. Neues Schlusslicht ist Mit-Aufsteiger TuS N-Lübbecke (12:48), der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat. Auch die Eulen Ludwigshafen (13:49) und Altmeister VfL Gummersbach (14:48) müssen noch um den Bundesliga-Verbleib zittern. Der TVB Stuttgart machte dagegen durch ein 29:26 bei GWD Minden vorzeitig den Klassenerhalt perfekt.

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