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Gemeinde kauft Kaserne

ERLE Die Gemeinde Raesfeld ist sich mit der Bundes-Immobilien-Anstalt weitgehend einig über den Kauf der Kaserne in Erle. Bis Ende Oktober soll der Vertrag besiegelt werden.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 03.10.2008
Gemeinde kauft Kaserne

Noch hinter Schloss und Riegel: Das Erler Kasernegelände, das die Gemeinde jetzt für Wohnbebauung gekauft hat.

Etliche Jahre hatte die Lethargie des früheren Bundesvermögensamtes Rätsel aufgegeben. Einerseits ächzte der Bund unter der Last der Finanznot, andererseits verrottete der Gebäudebestand auf dem Kasernengelände ungenutzt vor sich hin, obwohl die Gemeinde Raesfeld mehrfach konkrete Angebote unterbreitet hatte.

Bereits im Jahr 2003 hat die Gemeinde die nötigen Mittel dazu auf die hohe Kante gelegt. 735 000 Euro wurden im Haushalt bereit gestellt, die seither Zinsen getragen haben und den Raesfeldern bei den Kaufpreis-Verhandlungen ein wenig Spielraum nach oben lassen. Die Tinte unter dem Vertrag dürfte kaum getrocknet sein, da will die Verwaltung schon aktiv werden. Der baufällige Gebäude-Altbestand soll möglichst schnell abgerissen werden. Denn dass so ein „Abenteuerspielplatz“ viele anzieht, die dort nichts zu suchen haben und aus vielerlei Gründen zum Risikofaktor wird, verursachte bereits Handlungsbedarf in den Ratsgremien: Das vier Hektar große Gelände wurde hermetisch abgeriegelt. Dabei ist das Areal am Südrand von Erle als eingezäunte Brachfläche viel zu schade. Die Gemeinde will deshalb nach dem Erwerb die Vermarktung selbst in die Hand nehmen und als Bauland-Reserve allmählich entwickeln.

Und vielleicht können eines Tages dann Kinder dort mit dem Segen des Gemeinderates spielen - in Erle fehlt es seit langem an einem geeigneten Standort für einen Bolzplatz.