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Abriss-Termin soll verschoben werden

Haus Epping

Das als Flüchtlingsunterkunft genutzte ehemalige Hotel „Haus Epping“ soll weiter stehen bleiben. Obwohl der Abriss bereits 2015 beschlossen wurde.

Raesfeld

von Von Berthold Fehmer

, 16.02.2018
Abriss-Termin soll verschoben werden

Sieben Zimmer im ehemaligen Hotel „Haus Epping“ sind derzeit an anerkannte Flüchtlinge vermietet. Die Verwaltung empfiehlt, das Haus derzeit noch nicht abzureißen. © Foto: Berthold Fehmer

Am 11. Mai hatte der Bau- und Umweltausschuss den Abriss von „Haus Epping“ und des ehemaligen Sparkassen-Gebäudes daneben beschlossen. Doch dann änderte sich durch die Flüchtlingskrise alles. „In meinen 30 Jahren im öffentlichen Dienst ist das die schwierigste Entscheidung, die ich je treffen musste“, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst im November, als der Rat beschloss, das Haus für Flüchtlinge zu öffnen.

Den Abriss des Gebäudes setzte der Rat damals bis zum 31. Dezember 2017 aus. Jetzt steht am Montag (19. Februar) im Rat die Entscheidung darüber an, was mit dem Gebäude passieren soll. Theo Passier von der Bauverwaltung schlägt vor, den Abbruch des Hauses weiter auszusetzen. Derzeit sind sieben Zimmer im ehemaligen Hotel an anerkannte Flüchtlinge vermietet. Die Einnahmen daraus deckten die laufenden Kosten des Gebäudes, so Passier. Alle zwei Monate findet zudem im „Haus Epping“ das „Café International“ statt, bei dem sich Flüchtlinge und Raesfelder Bürger begegnen können.

Ende November hatte die Gemeinde Anlieger des Hotels zu einer nicht-öffentlichen Versammlung eingeladen. „Von den Nachbarn wurden keine größeren Beschwerden vorgebracht“, so Passier – nur kleinere Dinge wie eine fehlende Türklingel seien angesprochen worden.

Maximal bis zum 31. Dezember 2017, so war der Plan Ende 2015, sollte das „Haus Epping“ Flüchtlinge aufnehmen. Die Befristung, so Bürgermeister Andreas Grotendorst damals, wolle er unbedingt einhalten: „Wir wollen da Dorfentwicklung. Wir brauchen sie mit den Flüchtlingen umso mehr, als wir sie je gebraucht haben.“

Die Erstellung eines Dorfentwicklungskonzepts wurde aber erst kürzlich auf den Weg gebracht (wir berichteten). Eine Folgenutzung für das „Haus Epping“ sei derzeit nicht gegeben, so Passier, der fürchtet, dass bei einem Abriss für längere Zeit mitten im Ortskern eine Brachfläche entstehen könnte.

Das ehemalige Sparkassen-Gebäude wurde abgerissen und ist seit fast zwei Jahren ein Parkplatz. Auch dieser Platz soll beim Dorfentwicklungskonzept überplant werden. Gespannt darf man sein, ob die Aussage des Ersten Beigeordneten Martin Tesing zutrifft, die er im Mai 2015 machte: „Der Platz liegt bestimmt keine fünf Jahre brach.“