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Radsport: Amateure leiden unter den Doping-Skandalen der Profis

WERNE Der Doping-Schock mit Namen Stefan Schumacher hat die Radsport-Szene bis ins Mark getroffen - auch in Werne. "Jede dieser Meldungen schadet uns sehr", urteilt Frank Volmerg, zweiter Vorsitzender des RSC 79.

von Von Felix Guth

, 08.10.2008
Radsport: Amateure leiden unter den Doping-Skandalen der Profis

So sah man Stefan Schumacher bei der Tour de France - forsch, schnell, umjubelt. Jetzt könnte er das nächste Drama einläuten.

Gerade für Gespräche mit möglichen Sponsoren für geplante Rennen seien die Doping-Skandale Gift. "Aber wir sind froh über jeden, den sie kriegen", sagt Volmerg.

Als Leiter der Rennabteilung des RSC und Vater von vier radsportbegeisterten Kindern hat er einen speziellen Blick auf das Thema. Er sagt: "Alle, die für uns fahren sind reine Amateursportler, die hart trainieren und viel für diesen Sport investieren." Die Dimensionen, in denen die Sportler mit Doping in Kontakt kommen können, seien "außer Reichweite". Die gefährdete Phase beginne etwa ab der U-19-Klasse. "Dann entscheidet sich, ob ein Fahrer einen U-23-Vertrag bekommt. Und danach geht es um die Frage, ob er Profi wird oder Amateursportler bleibt", sagt Volmerg.

"Die schwierigste Phase ist schon vorbei" Allzu großes Vertrauen in die Sauberkeit des Profibereichs ist bei ihm beileibe nicht auszumachen. Der schlechte Ruf, den die vielen gestürzten Idole der Sportart einbringen, ist an der Basis spürbar. "Allerdings ist die schwierigste Phase schon vorbei. Mittlerweile kommen wieder Jugendliche nach", berichtet Volmerg.

Er macht beim Nachwuchs einen Wandel in der Einstellung zum Radsport aus. "Sie orientieren sich nicht mehr an den Überfliegern, sondern kommen vor allem wegen des Spaßes und der Gemeinschaft." Zugleich stellt er fest: "Was die Dichte der Dopingkontrollen angeht, hat sich in der Jugend einiges getan."

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