Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Präsident Hack hört bei Greuther Fürth auf

Fürth. Er war Präsident, erster Fan und Gesicht der SpVgg Greuther Fürth. Nun hat Helmut Hack seinen Rücktritt beim Zweitligisten verkündet. Damit endet in Franken eine Fußball-Ära.

Präsident Hack hört bei Greuther Fürth auf

Hört nach 22 Jahren als Präsident der SpVgg Greuther Fürth auf: Helmut Hack. Foto: Daniel Karmann

Helmut Hack war der Mister 2. Bundesliga. Kein Präsident spielte länger mit seinem Verein im Fußball-Unterhaus, kaum ein Funktionär erlebte und prägte die Liga in den jüngsten zwei Dekaden so wie der Patron der SpVgg Greuther Fürth.

Nach 22 Jahren an der Spitze des fränkischen Underdog-Vereins hat Hack nun überraschend seinen Rücktritt verkündet. „Ich habe immer gesagt, dass ich den Moment, an dem ich irgendwann einmal aufhöre, selbst bestimmen will. Diesen Moment sehe ich nun gekommen“, erklärte er.

Neben seinem Präsidenten-Amt wird Hack Ende Juli auch vom Posten des Geschäftsführers der Fürther Profifußball-Kapitalgesellschaft zurücktreten. Nur Vizepräsident der Deutschen Fußball Liga will er bis zum Ende der Wahlperiode im Sommer 2019 bleiben - in der DFL ist er einer der engagiertesten Vertreter für die Zweitligisten.

Damit endet eine kleine Ära im deutschen Profifußball. Hack war mehr als jeder Spieler oder Trainer das Gesicht des Vereins - kein Wunder, tauschte das Team in seiner Amtszeit doch 19 Mal den Coach aus. Zudem war er der größte Anhänger neben Ex-US-Außenminister Henry Kissinger, den Hack gern mit Schal oder Trikot in dessen Geburtsstadt begrüßte.

Hack hatte die Gründung des Vereins 1996 angestoßen und war seit der Fusion der Fußball-Abteilung des TSV Vestenbergsgreuth und der SpVgg Fürth Präsident. Gleich im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die 2. Liga, und seitdem musste das „Kleeblatt“ nie wieder runter - eine Saison gelang gar in der Bundesliga. Die Fürther sind Spitzenreiter in der ewigen Zweitliga-Tabelle.

In direkter Nachbarschaft zum Erzrivalen 1. FC Nürnberg hatten die Fürther in der Region stets einen schweren Stand. Doch vor allem Hack gelang es, den Verein von finanziellen Nöten fernzuhalten. Bis zu 50 Millionen Euro habe die Spielvereinigung in all den Jahren in den Fußball investiert und sei immer schuldenfrei geblieben, rechneten die „Nürnberger Nachrichten“ (Donnerstag) vor. Die größten sportlichen Erfolge waren der Bundesliga-Aufstieg 2012 und das Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales im selben Jahr.

Einen konkreten Anlass für seinen Rücktritt gebe es nicht, sagte Hack zu seiner Entscheidung. „Es ist gut jetzt loszulassen, nicht nur, weil ich bald 69 Jahre alt bin“, sagte er. Er ließ aber durchblicken, dass die jüngste Spielzeit an den Nerven gezehrt hat. „Ich bin in der von Beginn an verkorksten Spielzeit mit Sorgen ins Bett gegangen, habe mit Sorgen geschlafen und bin mit Sorgen aufgewacht“, erzählte er. Fürth hatte erst am letzten Spieltag durch ein erzittertes Unentschieden in Heidenheim den Abstieg in die 3. Liga vermieden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Fürth. Julian Green wechselt nach einem Leihgeschäft dauerhaft vom VfB Stuttgart zur SpVgg Greuther Fürth. Der US-Stürmer unterschrieb beim fränkischen Zweitligisten einen Zweijahresvertrag, wie bekanntgegeben wurde.mehr...

Berlin. Fußball-Zweitligist Union Berlin hat Torwart Rafal Gikiewicz von Erstligaclub SC Freiburg verpflichtet. Der 30 Jahre alte Pole erhält bei dem Hauptstadt-Team einen Vertrag bis Sommer 2020, wie Union mitteilte.mehr...

Frankfurt/Main. Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln ist vom Deutschen Fußball-Bund wegen des Fehlverhaltens seiner Fans in zwei Fällen mit einer Geldstrafe von 24.000 Euro belegt worden.mehr...