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Polizei überwachte Sexualstraftäter nicht ordnungsgemäß

Weitere Pannen im Bochumer Vergewaltigungsfall

Die Vergewaltigung einer 33-Jährigen durch einen vorbestraften Sexualstraftäter hält die Bochumer Polizei zunächst unter Verschluss. Später räumt sie den Fehler ein. Nun werden weitere Versäumnisse bekannt.

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Düsseldorf

, 07.03.2018
Polizei überwachte Sexualstraftäter nicht ordnungsgemäß

Auf dem Bochumer Friedhof an der Harpener Straße wurde im Februar eine 33-Jährige vergewaltigt. © dpa

Im Fall der Vergewaltigung einer Frau auf einem Bochumer Friedhof durch einen vorbestraften Sexualstraftäter sind weitere Versäumnisse der Polizei bekannt geworden. So habe es Fehler bei den zweimal im Jahr vorgeschriebenen Gefährderansprachen gegeben, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf.

Die Beamten hätten den 30-jährigen Tatverdächtigen nicht wie vorgeschrieben zuhause in seinem Wohnumfeld aufgesucht, sondern mit ihm häufig nur auf dem Polizeipräsidium oder am Telefon gesprochen.

Informationspolitik der Polizei soll sich ändern

Es sei nicht auszuschließen, dass Gefährderansprachen aus Personalmangel auch woanders nicht vorschriftsmäßig abliefen, sagte Reul. Deshalb hätten alle Polizeibehörden vor wenigen Tagen den „klaren Hinweis“ bekommen, dass die Ansprachen nur vor Ort stattfinden dürften.

Ein weiterer Fehler sei gewesen, dass die Bochumer Polizei den Fall zunächst nicht öffentlich gemacht habe, sagte Reul. Auch das werde sich künftig ändern, auch wenn es eine „schwierige Abwägungsfrage“ sei.

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Reul sagte, dass auch beim Programm „Kurs“ für rückfallgefährdete Sexualstraftäter nachgesteuert werden müsse, damit das Programm nicht insgesamt „ins Gerede“ komme.

In Bochum war am 18. Februar eine Frau auf einem Friedhof vergewaltigt worden. Der mutmaßliche Vergewaltiger, ein Deutscher, sitzt hinter Gittern. Das Opfer hatte nach früheren Angaben bemerkt, dass der Mann nach der Tat in ein Taxi gestiegen sei. Den Ermittlern war es gelungen, den Taxifahrer ausfindig zu machen und dann auch den Fahrgast. Bei dem etwa 30 Jahre alten mutmaßlichen Vergewaltiger soll es sich um einen vorbestraften Sexualverbrecher handeln.

dpa