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Politik nach Gutsherrenart

Nordkirchen Heiko Theis «Ich habe mit Dietmar Bergmann, dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion und ausgewiesenem Fachmann für soziale Fragen, ein langes Gespräch über die unterschiedlichen Bewerbungen der Nordkirchener Kindergärten geführt und zur Kenntnis genommen, dass es drei ganz wesentliche sachliche Gründe für die Bewerbung der «Verbundkindergärten» gibt», so SPD-Fraktionsvorsitzender (Foto) zur Diskussion um das Familienzentrum.

Die Komponente «Behinderte», insbesondere «behinderte Kinder» sei bei der gesamten Betrachtung außen vor gelassen worden, im Ausbaubereich sei das Angebot der Verbundkindergärten wesentlich umfangreicher als das Angebot des Mauritius- Kindergartens. «Die Arbeit der Familienzentren wird nach einem Jahr durch ein unabhängiges Institut geprüft (Qualitätssiegel); während das Angebot der «Verbundkindergärten» schon heute die Prüfungsanforderungen erfüllt, müsste das Angebot des Mauritius-Kindergartens wesentlich ausgeweitet werden, wenn nicht die Peinlichkeit entstehen sollte, dass das «Gütesiegel» verweigert wird.»

Zusammenarbeit

Dazu komme, dass sich die «Verbundkindergärten» ausdrücklich für eine Zusammenarbeit mit allen Kindergärten ausgesprochen hätten und sich alle Kindergärten in das Angebot «Familienzentrum» einbringen könnten. «Genau diese Gründe hat Dietmar Bergmann gegenüber der CDU-Kreistagsfraktion vorgetragen, genau diese Gründe haben fachlich überzeugt!» Wo sei also das Problem? Theis: «Was gibt Herrn Ernst das Recht von Manipulation zu sprechen? Ist das Vortragen von Sachargumenten jetzt schon manipulativ, wenn denn Herr Ernst als Mitglied des Kirchenvorstandes und die CDU Nordkirchen (übrigens ohne jede formelle Beteiligung des Nordkirchener Rates oder seiner Fachausschüsse) ihre Position, vor allem aber ihre Interessen definiert haben?

Ist die CDU-Kreistagsfraktion nicht fähig, ohne Hilfe aus Nordkirchen ihre Arbeit zu tun?» Das sei ein Politikverständnis nach Gutsherrenart: Nur die CDU Nordkirchen habe Recht und müsse nicht einmal darlegen, warum sie welche Entscheidung treffe.

Bitterer Beigeschmack

«Vielleicht ist es dringend notwendig, dass ein zukünftiges Familienzentrum in Nordkirchen ein weiteres Angebot macht: Grundkurs in Demokratie und politischer Kommunikation.»

Es bleibe jedenfalls eines bestehen: Dem Ansehen und der Akzeptanz eines Familienzentrums in Nordkirchen, gleich von wem es letztlich betrieben werde, sei durch das Verhalten der CDU schon jetzt schwerer Schaden zugefügt worden, weil jetzt immer der bittere Beigeschmack bleiben werde, ob es denn bei der Auswahl des Trägers mit rechten Dingen zugegangen sei.

«Herzlichen Dank dafür, CDU Nordkirchen.»

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