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Pilzbefall: „Erhebliche Bedrohung“ für Eschenbestand in NRW

Bis zu 90 Prozent der Eschen in Nordrhein-Westfalen sind von einem aggressiven Pilz befallen, der die Äste der Bäume absterben und ihre Stämme morsch werden lässt. Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW spricht von einer „erheblichen Bedrohung“ für die gesamte Art. Chemische oder biologische Mittel zur Bekämpfung des Pilzes seien nicht bekannt, erklärte Friedrich Louen von Wald und Holz NRW am Mittwoch.

Essen

04.07.2018
Pilzbefall: „Erhebliche Bedrohung“ für Eschenbestand in NRW

In einem Wald steht eine Esche, die vom Eschenstengelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus) befallen ist. Foto: Danny Gohlke/Archiv

Aktuell versuchten Förster, nicht befallene Baumexemplare mit Hilfe einer App auf einer virtuellen Karte zu markieren, um mit ihrem gesunden Saatgut neue Bestände zu ziehen. „Ob die Maßnahmen zum Erfolg führen, wissen wir allerdings nicht“, meint Louen. Bei fortgeschrittenem Befall würden die Eschen vor allem in den Städten häufig aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Das Eschensterben wird durch einen Pilz namens „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ ausgelöst, der vor rund 15 Jahren aus dem asiatischen Raum nach Deutschland eingeschleppt wurde und sich seitdem schnell verbreitet hat. Bundesweit wird seitdem nach Lösungen zur Rettung der Baumart gesucht. Neben NRW ist vor allem Mecklenburg-Vorpommern stark betroffen.