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Neue Kita soll mitten in der Natur entstehen

Olfener Kindertagesstätte

Mehr junge Familien, mehr Kinder, mehr Betreuungsbedarf. Obwohl Olfen in den vergangenen Jahren investiert hat, fehlen Kindergartenplätze. Jetzt gibt es eine spannende Idee.

Olfen

, 05.07.2018
Neue Kita soll  mitten in der Natur entstehen

In die frühere Villa Ritter an der Füchtelner Mühle ist bereits eine städtische Spielgruppe eingezogen. © Arndt Brede

Der Wunsch der Stadtverwaltung im Haupt- und Finanzausschuss kam nicht überraschend. Sie wollte die Tagesordnung um den Punkt „Schaffung zusätzlicher Kindergartenplätze“ erweitern. Die Zeit drängt. Wenn nach den Ferien das neue Kita-Jahr beginnt, sind nicht alle Kinder in Olfen versorgt. Die Stadt will doppelt reagieren.

Zum 1. August sollen zusätzliche Plätze im Kindergarten „An der Appelstiege“ geschaffen werden, um die Betreuung der Kinder kurzfristig sicherzustellen. Dies soll jedoch nur eine Übergangslösung sein. Möglichst zum 1. November will die Stadt Olfen eine neue Kita-Gruppe eröffnen, in die zusätzlich in der Kita Appelstiege aufgenommene Kinder und ihr Betreuungspersonal wechseln sollen.

Gelände der frühen Villa Ritter

Entstehen könnte die zusätzliche Gruppe auf dem Gelände der früheren Villa Ritter an der Füchtelner Mühle. Hier gibt es bereits eine Spielgruppe der Stadt. Und hier ist nach Einschätzung der Verwaltung genügend Platz, um die derzeit noch von der Wieschhofschule genutzten Container aufzustellen und zu einer Übergangskita umzubauen. Die Jugendhilfe Werne hat, so die Stadt, die Bereitschaft signalisiert, die Trägerschaft der neuen Einrichtung zu übernehmen.

Aus Sicht der Stadt hat die Lösung klare Vorteile gegenüber einer weiteren Gruppe am Kindergarten Appelstiege. „Aus pädagogischen sowie aus Platzgründen wird die Erweiterung um eine fünfte Gruppe an der Kita Appelstiege nicht als sinnvoll betrachtet“, betont die Stadtverwaltung. Und sie hat weitere Gründe für eine neue Kita an der Füchtelner Mühle. Zunächst einmal gewinnt die Stadt Zeit, um den mittel- und langfristigen Bedarf an Kitaplätzen zu ermitteln. Sollte sich ein weiterer Bedarf bestätigen, soll aus der Übergangs- eine feste Lösung werden. „Wir wollen auch nicht mittelfristig mit Containern arbeiten“, betont Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Aus seiner Sicht könnte der Standort Füchtelner Mühle zudem eine besondere Ausrichtung als Naturkindergarten bekommen.

In der Nähe der Floßanliegerstelle

Sie liegt auch deshalb auf der Hand, weil in unmittelbarer Nähe in der Scheune der Füchtelner Mühle ein Informations- und Tourismuszentrum entstehen soll. Und auch die Anlagestelle für das Floß Antonia soll näher an die Füchtelner Mühle und damit an die Villa Richter heranrücken. Die Lage ist aus Sicht der Verwaltung ebenfalls absolut kein Problem. Gerade für junge Familien im Baugebiet Ächterheide ist der Standort deutlich näher als andere Kindergärten in der Stadt. Doch zunächst einmal muss die Verwaltung klären, ob sie für eine Kita an diesem Standort auch eine Baugenehmigung bekommt.