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Kleine Störche sind in luftiger Höhe beringt worden

Störche in der Steveraue

Die Beringung der Olfener Störche lockt jedes Jahr Fotografen und Storchenfreunde in die Steveraue. So war das auch dieses Jahr. Die jungen Tiere haben nun – sozusagen – ihre Abstammungsurkunde.

Olfen

, 14.06.2018
Kleine Störche sind in luftiger Höhe beringt worden

Vier junge Störche sind in der Steveraue beringt worden. © "Karl-Heinz Jockenhövel"

Vier kleine Störche in der Steveraue sind seit Dienstag beringt. Ein Highlight für den Storchenfreund Georg Holtmann: „Allein schon, weil man weiß, dass die Tiere jetzt registriert sind“, sagt Holtmann. Wer immer die Störche mit den Ringnummern „8T 213 bis 216“ nun irgendwo finde, der wisse, dass sie am 12. Juni in Olfen ihre Ringe erhalten haben. „Das ist gewissermaßen die Abstammungsurkunde“, erklärt Holtmann.

In ganz Deutschland unterwegs

Auch Michael Jöbges weiß genau, worauf es ankommt. Seit vielen Jahren beringt der Ornithologie Störche in Olfen. Er macht das ehrenamtlich als Ausgleich zu seinem Bürojob und ist dafür in ganz Deutschland unterwegs. Die Störche sollten mindestens vier Wochen alt sein, weil vorher vielleicht noch kleine Störche sterben. Die Vögel in Olfen wurden im Mai geboren.

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„In dem Alter, in dem die Störche flügge werden, beringe ich gerne“, sagt Jöbges. Dann liegen sie noch ruhig im Horst und die Ringe, die über dem Fußgelenk angebracht werden, damit sie die Störche möglichst nicht stören, lassen sich ruckzuck anbringen. Zwei Mal musste die Beringung übrigens ausfallen. Unter anderem im Jahr 2014 wegen des Pfingststurms Ela.


Einsatz mit Hubwagen

In etwa 12 bis 14 Meter Höhe, in der das Vogelnest liegt, bringt Jöbges die Ringe innerhalb weniger Minuten an. Den Wagen dafür hat die Stadt zur Verfügung gestellt. Jöbges prüft bei dieser Gelegenheit auch, wie es um den Störchennachwuchs bestellt ist. „Die sind alle gut zurecht“, bescheinigt der Fachmann.

Erneut ist die Beringung der Tiere auch Schauplatz für begeisterte Hobby-Fotografen. Anja und Karl-Heinz Jockenhövel fotografieren die Störche in der Steveraue zum Beispiel regelmäßig. Gern auch schon morgens um sechs Uhr in der Früh.

Norbert Lange ist sogar aus Lünen gekommen, in der Steveraue ist er regelmäßig unterwegs, aber eine Störchenberingung hat er zum ersten Mal erlebt. „Schon beeindruckend“, sagt er. „Ich bin extra für den Termin gekommen“, sagt Tim Rotte, der ebenfalls die Fotoausrüstung dabei hat. Auch er ist zum ersten Mal bei der Beringung dabei, „obwohl ich Olfener bin“.

Ein alter Bekannter

Die Hobbyfotografen bleiben auch noch, als Storchenberinger Michael Jöbges wieder von dannen fährt und der Hubwagen auf dem Rückweg ist. Gerade als alle ihre Linsen auf den Horst gelenkt haben, fliegt der Vater wieder heran. Auch er ist – im Gegensatz zur Mutter der Störche – beringt, „den kennen wir hier seit ein paar Jahren schon“, hatte Georg Holtmann erklärt.