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200 Kilometer eher am Ziel in Kaunas

27.06.2007

Olfen Am 22. Mai fällt der Startschuss. Mit seinem Hab und Gut auf dem Gepäckträger, mit Helm und Radlerhose macht Peter Friemel sich auf in Richtung Litauen. 1800 Kilometer hat der ehemalige Olfener Gesamtschullehrer für die Spenden-Radtour eingeplant. Von Lüdinghausen geht es nach Herford, dann über Celle, Ludwigslust und Parchim in Richtung Neubrandenburg.

Nach sieben Tagen und 710 Kilometern erreicht Friemel die deutsch-polnische Grenze in Stettin. «Es begegnen einem viele nette Menschen, man entdeckt ein Storchennest auf einem Dach, ein Habicht fliegt über einen hinweg», erzählt Friemel begeistert. Er hat sein Hobby Radfahren mit dem guten Zweck verbunden, Geld für Hilfsbedürfige zu sammeln.

Erlös an Salesianer

Rund 100 Kilometer, manchmal 140 Kilometer am Tag fährt Friemel und wird dabei gesponsert. Das Geld fließt jedes Jahr in ein anderes Projekt. Der Erlös der Tour 2007 nach Litauen geht an das Salesianer Don Bosco Zentrum in Kaunas. Die Salesianer bemühen sich im Problemstadtteil Palemonas um die Vermittlung christlicher Werte, besonders bei Kindern und Jugendlichen. So soll in Kürze ein Berufsbildungszentrum errichtet werden, um gut ausgebildete junge Leute im Lande zu halten. «In Kaunas hat ein Ziegelwerk zugemacht. Dort herrscht hohe Arbeitslosigkeit», so Friemel.

Bisher sind rund 3 000 Euro für das Zentrum im Pott. «Da soll aber noch viel mehr hinein», sagt der 69-jährige.

Die Fahrt führt von Stettin über Thorn (Torun), Niewierz bei Brodnica, Olsztyn (Allenstein) bis Mikolajki (Masuren), dann nach Augustow, an die polnisch-litauische Grenze und schließlich nach Marijampole in Litauen.

15 Tage Fahrzeit

Dort bemerkt Friemel, dass die Fahrt sich um 200 Kilometer verkürzt. Er hatte sich verschätzt. Den letzten Teil der Strecke von Marijampole nach Kaunas (55 Kilometer) hat er schneller erreicht als gedacht. Nach 15 Tagen Fahrzeit und 1 600 Kilometern kommt Friemel am Ziel an.

Für alle seine Projekte ist der Rentner bisher schon 9625 Kilometer gefahren und hat über 40 000 Euro gesammelt. Seine Reisekosten trägt er privat, die Spenden gehen direkt an die Projekte. biss www.peterfriemel.de

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