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Offene Sonntage: Ruhrbischof warnt vor Fundamentalopposition

Essen. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck ist unzufrieden mit der deutlichen Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage in Nordrhein-Westfalen, hat aber zugleich auch Verständnis für die Einzelhändler. „Ich bin froh über jeden Sonntag, an dem die Menschen mit ihren Familien zur Ruhe kommen können. Deshalb bin ich nicht glücklich mit der Ausweitung, aber pragmatisch genug damit zu leben, weil viel radikalere Lösungen im Raum standen“, sagte Overbeck der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ („WAZ“, Samstag).

Offene Sonntage: Ruhrbischof warnt vor Fundamentalopposition

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hält eine Andacht. Foto: Caroline Seidel/Archiv

Die Zahl der maximal erlaubten verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage, an denen die Geschäfte ab 13.00 Uhr bis zu fünf Stunden lang öffnen dürfen, hatte der Landtag von NRW Ende März auf acht pro Jahr verdoppelt.

Overbeck sieht aber auch die Herausforderungen der Einzelhändler, gegen die Internetshops zu bestehen: „Man muss auch sehen, dass lokale Geschäfte in Konkurrenz mit dem jederzeit geöffneten Onlinehandel vielleicht den ein oder anderen Öffnungstag mehr brauchen, um über die Runden zu kommen. Eine Fundamentalopposition würde das verkennen.“

Der Ruhrbischof ist laut „WAZ“ nicht froh über das Vorgehen der Gewerkschaft Verdi, die reihenweise verkaufsoffene Sonntage vor Gericht verhindert hat. „Die Gewerkschaften sind sehr wichtig, um der sozialen Gerechtigkeit und der Teilhabe Willen. Aber an dieser Stelle möge sich keine Seite verkämpfen“, sagte Overbeck.

Denn über allem stehe für ihn bei dieser Frage der ungeklärte Umgang mit der Digitalisierung der Wirtschaft. „Mich beschäftigt, wie wir unsere wichtige Kultur der Stille und des Betens am Sonntag bewahren können in der neuen, digitalisierten Arbeitswelt, in der sich völlig neue Prioritäten entwickeln.“

Dass in Wallfahrtsorten wie Kevelaer Läden unter Verweis auf kirchliche Traditionen fast jeden Sonntag öffnen dürften, habe der Ruhrbischof in dem Interview der „WAZ“ mit einem Lächeln kommentiert: „Auch deshalb empfiehlt es sich für einen Bischof, nicht in allen Fällen dogmatisch zu sein“, meinte er.

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