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Oberbürgermeister hat Angst vor Imageschaden

Ed Sheeran Konzert in Düsseldorf auf der Kippe

Thomas Geisel (SPD) droht den Kampf um das Ed-Sheeran-Konzert mit 85.000 bereits verkauften Tickets zu verlieren. Dem Open-Air fehlt die politische Mehrheit.

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DÜSSELDORF

, 12.06.2018
Oberbürgermeister hat Angst vor Imageschaden

Die Absage des Ed Sheeran Konzerts könnte einen Imageschaden für die Stadt Dortmund bedeuten. © dpa

Bei einem Ausfall des Ed-Sheeran-Konzerts droht der Stadt Düsseldorf nach Ansicht ihres Oberbürgermeisters ein „dramatischer Reputationsschaden“. „Ich kann keinen sachlichen Grund erkennen, dieser Veranstaltung die Genehmigung zu verweigern“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) am Dienstag. Er kritisierte die CDU-Fraktion. Die hatte am Montagabend beschlossen, dem Konzert die Zustimmung zu verweigern.

Er sei selbst in der CDU-Fraktionssitzung gewesen, wo aus seiner Sicht alle Fragen beantwortet und alle Bedenken ausgeräumt worden seien, sagte Geisel. Dennoch solle das Konzert nun offenbar „politischen Erwägungen geopfert“ werden. Für Düsseldorf werde so eine „große Chance vertan“: Auf dem Gelände der Düsseldorfer Messeparkplätze solle „die größte urbane Eventfläche Nordrhein-Westfalens“ entstehen. Sie sei hervorragend angebunden und bestens geeignet.

Bislang wurde von der CDU Zustimmung signalisiert

Die CDU-Fraktion, die sich nun auf Zeitnot berufe, sei seit Februar in das Projekt eingebunden gewesen und habe bislang Zustimmung signalisiert. Geisel kritisierte auch die Grünen, die sich schon festgelegt hätten, bevor die Unterlagen für den Beschluss vorlagen. „Mit einer sachlichen Auseinandersetzung hat das nichts zu tun.“

Für die Konzertfläche sollen etwa 100 Bäume gefällt werden. Der Eingriff in die Natur sei auf der weitgehend asphaltierten Fläche vergleichsweise gering und werde durch einen Ausgleich mehr als kompensiert, sagte Geisel.

Nach den Grünen hatte am Montagabend auch die Ratsfraktion der CDU entschieden, das Mega-Event mit 85 000 Zuschauern trotz bereits verkaufter Tickets abzulehnen. „Es gibt einfach noch zu viele offene Fragen, die unter dem Druck der Zeit nicht beantwortet werden können“, hatte der Düsseldorfer CDU-Chef Thomas Jarzombek gesagt. Grundsätzlich sei die CDU aber offen für eine Lösung „wenn die Fragen beantwortet sind“.

Düsseldorfer Behörden haben auch Machbarkeit signalisiert

Der Konzertveranstalter FKP Scorpio widersprach: Die Planung des Konzerts sei mit genug Vorlauf erfolgt. Die Düsseldorfer Behörden hätten bereits vor Monaten signalisiert, dass das Konzert machbar sei. In über 30 Jahren als Konzertveranstalter habe man nach so einem Signal noch nie eine Absage bekommen.

Es habe in Düsseldorf keine Kompromisse bei der Sicherheit gegeben, betonte ein Sprecher der Feuerwehr. „Wir haben das Loveparade-Unglück hautnah miterlebt. Unsere Forderungen wurden alle erfüllt.“ Die Situation in Düsseldorf sei mit der in Duisburg nicht vergleichbar. Es gebe keine Engstellen ohne Fluchträume. Bei einem Unwetter stünden Messehallen und Arena als Unterschlupf bereit.

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Sheeran („Perfect“) sollte nach den bisherigen Plänen am 22. Juli in Düsseldorf vor 85 000 Zuschauern auftreten. Bislang liegt keine Genehmigung für das Gelände vor. Am Mittwoch sollen mehrere Ausschüsse des Stadtrats zusammenkommen und entscheiden, ob für Sheeran eine Ausnahme vom geltenden Bebauungsplan erteilt wird.

Auf die Frage, wie denn das Management von Ed Sheeran die Situation wahrnehme, hieß es, dort sei man „irritiert“. Es sei auch nicht möglich, das Konzert auf zwei Abende verteilt in die nahegelegene Arena zu verlegen: „Das gibt der Tourplan nicht her“, sagte Michael Brill vom Veranstalter D-Live.

Ursprünglich sollte das Konzert auf dem Flughafen Essen/Mülheim stattfinden. Das scheiterte aber dort wegen Nistplätzen der Feldlerche und möglicher Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.