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Nicolás Maduro: Umstrittener „Beschützer des Volkes“

Caracas. Die venezolanischen Staatsmedien sprechen über ihn als „den Lenker der Siege“ - die Opposition nennt ihn einen Diktator. Sich selbst betitelt Nicolás Maduro hingegen gern als „Beschützer des Volkes“.

Nicolás Maduro: Umstrittener „Beschützer des Volkes“

Menschen in Caracas überprüfen Wahllisten, im Hintergrund ein Wandgemälde mit dem Porträt Maduros. Foto: Rainer Pena

Der 55-Jährige mit dem markanten Schnauzer und Stehkragenhemden ist in weniger als 20 Jahren vom Busfahrer zum Präsidenten des ölreichen Landes aufgestiegen.

Am Sonntagabend ließ er sich erneut im Amt bestätigen. Das Wahlamt bescheinigte ihm einen Sieg mit einem Vorsprung von rund vier Millionen Stimmen vor dem Oppositionskandidaten Henri Falcón. Maduro will nun sechs weitere Jahre an der Macht bleiben.

Nach dem Tod seines politischen Mentors Hugo Chávez übernahm Maduro 2013 die Macht in dem südamerikanischen Staat. Er regiert treu im Stil seines Ziehvaters Chávez. Intern konzentriert er die Macht auf sich und lässt keine Opposition zu - nach Außen aber wiederholt er immer wieder die Worte des Friedens und zeigt sich dialogbereit.

Bei den bisher größten Protesten im Jahr 2014 gegen den sozialistischen Präsidenten kamen nach Angaben der Opposition 43 Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 120 Tote bei Krawallen, hauptsächlich in der Hauptstadt Caracas.

Während des Wahlkampfs versprach Maduro wiederholt, dass er Venezuela wirtschaftlichen Wohlstand bringen werde. Seine Kandidatur begründete er so: „Gott hat mich hier hingestellt, um einen Auftrag zu erfüllen: Das Volk zu beschützen.“ 

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