Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nicht nur zu Ostern: Schokolade macht glücklich

Leverkusen (dpa/gms) - Bridget Jones vernascht sie schon zum Frühstück, Juliette Binoche verführt ein ganzes Dorf damit: Schokolade macht glücklich. Und zu Ostern kommt um das Glück in Form von süßen Eiern und Hasenfiguren erst recht kaum jemand herum.

Zudem sind die Feiertage eine gute Gelegenheit, auch beim Hauptgang raffinierte Leckereien mit Schokolade aufzutischen. Denn nicht nur im Osternest ist die Süßigkeit heute gefragt.

«Seit einiger Zeit findet offenbar ein Umdenken statt. Schokolade wird nicht mehr nur als Süßprodukt betrachtet», beobachtet Thomas Pape vom Info-Zentrum Schokolade in Leverkusen. So finden sich häufig schon auf dem Oster-Frühstückstisch massive oder gefüllte Schoko-Eier als Verzierung von Brioche oder Nestern aus Hefeteig. Und zur Abwechslung lassen sich Kakao und Schokolade auch ins Backwerk einarbeiten.

«In einen Rührteig für ein Osterlamm oder einen Hasen können je nach Geschmack achtzig bis hundert Gramm Kakao hinzu gegeben werden», schlägt Meik Beyer, Inhaber und Küchenchef des «Landhaus Heinrich» in Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz), vor. «Am Rezept ändert sich sonst gar nichts.» Schokoraspeln bringen zusätzlichen Biss. «Fertige Raspeln sind aber meist sehr süß. Deshalb sollte Schokolade selbst geraspelt werden.»

Das eröffnet dann auch aus geschmacklicher Sicht ganz neue Perspektiven und zumindest den Versuch hat die Schokolade nach Worten von Pape verdient: «Leider ist Schokolade immer noch der Inbegriff des Süßen. Dabei ist sie - sparsam wie ein Gewürz eingesetzt - eine wunderbare Zutat auch in der pikanten Küche.» Denn schon mit einem Hauch Kakao oder Schokolade lässt sich das Ostermenü auf ungewöhnliche Weise variieren.

«Zum Ausprobieren in der Schokoladen-Küche sind Soßen ideal», findet Küchenchef Beyer. Sie werden am besten zu dunklem Fleisch wie Lamm, Ente oder Wild gereicht. Genuss mit Biss versprechen Schokoladenkrusten. «Mein Favorit ist geschmorte Lammschulter in Schokoladenkruste. Dazu gibt es Apfel-Sternanis-Chutney», schlägt Christopher Wilbrand vor, Fachbuchautor und Sternekoch im Restaurant «Zur Post» in Odenthal bei Köln. Aus Kakaobohnenschrot, Weißbrot ohne Rinde, Xocopili - das sind gewürzte Schokopillen - Thymianblättern und Eiweiß wird eine Paniermasse zubereitet, auf das Fleisch gebröselt und gratiniert.

Als Dessert macht sich ein Schokoladensoufflé mit Brandy oder Cognac hervorragend. Weniger Aufwand erfordert eine klassische Mousse au Chocolat. Wenn sie mit dem Löffel abgestochen wird, entsteht eine zum Fest passende Eiform. Und mit nur wenigen Handgriffen wird das Grundrezept raffiniert verfeinert: geriebene Macadamia-Nüsse, Himbeersirup, Ingwer und Curry oder löslicher Tee sorgen für eine ganz besondere Note.

Literatur: Jutta Gay, Alejandro und Christopher Wilbrand: Schokolade - ein Genuss. Gräfe und Unzer, ISBN-13: 978-3833802416, 24,90 Euro; Linda Collister: Lust auf Schokolade. Verführerische Kuchen, Kekse & Desserts. Hölker, ISBN-13: 978-3881177139, 8,95 Euro.

Infozentrum Schokolade: www.infozentrum-schoko.de

Schokolade und Kakao: www.theobroma-cacao.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bonn (dpa/tmn) Wer frische Kräuter auf dem Fensterbrett oder Balkon züchtet, kann nicht immer alle frisch verbrauchen. Dann kann man sie trocknen - am besten in Bündeln. Tipps dazu gibt der Verbraucherinformationsdienst aid.mehr...

Bonn (dpa/tmn) Einige sind saurer als andere, wirklich süß werden sie aber nie. Deshalb sind Stachelbeeren in der Küche eine Herausforderung. Für Köche gibt es hier fünf Tipps, wie sie die sauren Früchtchen verarbeiten können.mehr...