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Neustart: DEB-Team siegt erneut gegen Serbien

Dortmund. 278 Tage vor der Heim-WM sind die deutschen Handballer in ordentlicher Form. Auch das zweite Testspiel gegen schwache Serben gewinnt die Mannschaft von Bundestrainer Prokop locker. Im Juni wartet nun der erste Härtetest.

Neustart: DEB-Team siegt erneut gegen Serbien

Fehlt den deutschen Handballern im zweiten Testspiel gegen Serbien: Torhüter Silvio Heinevetter. Foto: Monika Skolimowska

Die deutschen Handballer haben ihren Neustart unter Bundestrainer Christian Prokop mit einem weiteren Erfolg abgerundet. Auf dem Weg zur Heim-WM 2019 besiegte die DHB-Auswahl am Samstag Serbien locker mit 29:23 (15:9).

Bester deutscher Werfer war in der mit 10.891 Zuschauern ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle Kapitän Uwe Gensheimer mit neun Treffern. „Es war ein wichtiger Punkt, dass wir unser gegenseitiges Vertrauen stärken. Das haben wir geschafft in dieser Lehrgangswoche“, sagte Prokop.

Bereits am Mittwoch hatte sein Team die schwachen Serben in einem ersten Testspiel in Leipzig problemlos 26:19 geschlagen. Der Sieg in Dortmund war der zweite innerhalb weniger Tage nach der desolaten EM in Kroatien im vergangenen Januar. 278 Tage vor Beginn der Heim-WM befindet sich die DHB-Auswahl somit in aufsteigender Form. „Die Stimmung hier in Dortmund war heute überragend. Das macht richtig Lust auf die Heim-WM“, sagte der starke Torhüter Andreas Wolff.

Nach dem Hauptrunden-Aus in Kroatien war vor allem Prokop schwer in die Kritik geraten – hatte in etlichen Gesprächen mit Spielern und der Verbandsspitze aber anschließend Besserung gelobt. Seine Bewährungschance nutzte er auch in der Westfalenhalle, sein junges Team trat geschlossen und als Einheit auf.

Von den bei der EM aufgetretenen Rissen zwischen Trainer und Teilen des Teams war am Samstag nichts mehr zu sehen. „Wir haben einen guten Austausch und viele Dinge klar angesprochen, die wir voneinander erwarten“, sagte Prokop. Allerdings zählen die Serben nur zu den international höchstens zweitklassigen Teams.

Prokop ließ auch im zweiten Spiel zunächst fast nur etablierte Kräfte auflaufen. Angeführt von Kapitän Gensheimer zog seine Mannschaft schnell davon. Anders als bei der schwachen EM präsentierte sich der Weltklasse-Linksaußen von Paris St. Germain in Dortmund in Topform: Praktisch jeder seiner Wurfversuche saß, auch vom Siebenmeterpunkt agierte Gensheimer stark und versenkte jeden Wurf im Netz. Sein sechster Treffer war gleichzeitig sein 700. im Nationaltrikot insgesamt. Im zweiten Durchgang gönnte Prokop dem 31-Jährigen dann ein wenig Pause.

Ohne den Kapitän auf dem Parkett ließ die DHB-Auswahl ein wenig nach. Jung-Nationalspieler Marian Michalczik zeigte zwar zunächst wie schon ein Leipzig eine gute Leistung, baute dann aber ab. Auch die Außen Matthias Musche und Tim Hornke konnten 278 Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel in Berlin nur wenige Punkte sammeln. Das WM-Ticket sicher dürfte dagegen Keeper Andreas Wolff haben, der in Dortmund etliche Versuche der Serben parierte. Da sein Torhüter-Kollege Silvio Heinevetter aus privaten Gründen abgereist war, spielte Wolff durch.

Prokop dürfte trotz des schwachen Gegners weitere Erkenntnisse mit Blick auf seine Kader-Zusammenstellung für das wichtige Turnier im kommenden Januar gesammelt haben. Das nächste Testspiel bestreiten die deutschen Handballer dann am 6. Juni - und diese Partie dürfte auch für Prokop zum ersten Gradmesser nach der EM werden. Denn dann trifft die DHB-Auswahl in München auf Vize-Weltmeister Norwegen. „Das wird ein echter Härtetest“, sagte Wolff.

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