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Neu auf DVD: Gesellschaftskomödie „Madame“

Berlin. Die feine Gesellschaft, zerbröckelnde Beziehungen und die Liebe - das sind die Zutaten von „Madame“.

Neu auf DVD: Gesellschaftskomödie „Madame“

Neu gestylt erscheint Maria (Rossy de Palma) zur Dinnerparty. Foto: Thibault Grabherr/Studiocanal

Wie lebt es sich in einem Pariser Stadtpalais? Sehr, sehr luxuriös. Und man braucht eine Menge Personal - vor allem, wenn eine Soirée mit zwölf Gästen geplant ist.

Seele des Hauses ist das spanische Dienstmädchen Maria (Rossy de Palma), das mit großer Zurückhaltung einen reibungslosen Ablauf garantiert. Doch dann läuft alles ein bisschen aus dem Ruder und Maria muss eine ungewohnte Rolle spielen, an der sie aber zusehends Geschmack findet.

Dabei können teures Geschirr und wohl komponierte Speisen nicht verbergen, dass es hinter dem schönen Schein ganz schön knirscht. Das High-Society-Paar Anne (Toni Collette) und Paul (Harvey Keitel) versteht sich zwar auf die Kunst des Wortes, aber in der Beziehung läuft einiges krumm. Und dann muss der Hausherr auch noch seinen Caravaggio verkaufen, weil der Geldhahn nur noch tröpfelt.

Als sich dann auch noch ein 13. Gast zum Essen ankündigt, ist die Katastrophe perfekt. Denn das bringt Unglück und so muss Maria als geheimnisvolle Spanierin einspringen.

In ihrer eleganten Gesellschaftskomödie „Madame“ (DVD/Blu-ray), die vor brillanten Dialogen, zauberhaften Interieurs und Pariser Traumansichten nur so strotzt, spießt Amanda Sthers genüsslich das Leben der Pariser Hautevolee auf - und fragt gleichzeitig nach den Chancen der Liebe in einer von Standesdünkel geprägten Gesellschaft.

Anne und Paul führen ein luxuriöses Leben, aber Maria ist der Star in „Madame“. Sie kennt die Regeln des Smalltalks der oberen Zehntausend nicht, aber gerade das macht sie so anziehend. Gut, ein bisschen zu viel Wein löst ihre Hemmungen, aber über ihre Witze und den kleinen Diskurs über Hugh Grant wird herzlich gelacht. Auch wenn die Hausherrin mit leichter Panik am Tisch sitzt.

Und Maria rührt die Herzen an, besonders das des Kunsthändlers David (Michael Smiley), der sich prompt in den ungewöhnlichen Gast verliebt. Aber hat diese Liebe wirklich eine Chance?

Ein bisschen mehr Drama hätte „Madame“ sicherlich gut getan, aber die Auffächerung der Neurosen einer eher hermetischen Gesellschaft sorgt für genügend vergnügliche Unterhaltung.

Madame, Frankreich 2017, 91 Min., FSK ab 0, von Amanda Sthers, mit Toni Collette, Harvey Keitel, Rossy de Palma

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