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„Nachbarschaftliches Wohnen“ im Baugebiet Kolpingstraße-Nord

NORDKIRCHEN/CAPELLE Der demografische Wandel macht auch vor dem Häuserbau nicht halt. Auch in Nordkirchen bekommen Familien weniger Kinder. Und immer mehr Ehepaare sind plötzlich allein im großen Haus, wenn die Kinder flügge werden.

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Wilhelm Gryczan-Wiese, Bürgermeister Friedhard Drebing und René Willnat (v.l.) präsentieren die Pläne zum "Nachbarschaftlichen Wohnen" im Baugebiet Kolpingstraße Nord in Capelle.

Die Kanal- und Straßenbauarbeiten im zweiten Erschließungsabschnitt des Baugebietes Kolpingstraße-Nord haben bereits vor einigen Wochen begonnen.

Die Unternehmen Archplan Stadtentwicklung aus Lüdinghausen und Wohnbehagen aus Gescher-Hochmoor haben ein Baukonzept entwickelt, um den veränderten Lebensbedingungen auch in der Schlossgemeinde gerecht zu werden.

Am Donnerstag wurde es gemeinsam mit Bürgermeister Friedhard Drebing und Bauamtsleiter Josef Klaas im Rathaus vorgestellt. Das Projekt trägt den Titel „Nachbarschaftliches Wohnen“ und könnte im Baugebiet Kolpingstraße Nord in Capelle verwirklicht werden. Der Vorschlag: Energiesparende Häuser auf relativ kleinen und damit kostengünstigen Grundstücken, die wie ein „kleines Dorf“ gruppiert werden sollen.

Ein Platz der Begegnung im Zentrum

Ein „Platz der Begegnung“ im Zentrum der Häusergruppe stärkt den nachbarschaftlichen Gedanken, doch auch die individuelle Privatsphäre kommt nicht zu kurz. „Die Intention ist, ein Haus in zeitgemäßer Architektur preiswert und sehr schnell bauen zu können und dafür umweltverträgliche und wohngesunde Baustoffe zu verwenden“, erläutert Architekt Wilhelm Gryczan-Wiese von Archplan Stadtentwicklung. Konkret handelt es sich in Capelle um neun Grundstücke à 300 m², die Häuser werden zweigeschossig gebaut und bieten 98 m² Wohnfläche.

Bauzeit zwei bis drei Monate

Angesprochen werden sollen damit sowohl junge Familien mit zwei bis drei Personen als auch Paare ohne Kinder. Der biologische Holzrahmenbau mit fertigen Teilen und geschosshohen Fenstern ermöglicht eine Bauzeit von gerade einmal zwei bis drei Monaten. Daneben sind die günstigen Kosten ein großes Plus des Konzepts. „Man bekommt ein eigenes Haus und ein eigenes Grundstück zum Preis einer Eigentumswohnung“, betont Gryczan-Wiese. In Zahlen: 188 000 Euro für die Ausführungsvariante Energiesparhaus inklusive Grundstücks- und Erschließungskosten. Die Alternative „Premium-Haus“ schlägt mit 208 000 Euro zu Buche.

Bei Nachfrage Änderung des Bebauungsplans möglich 

Bei der Gemeinde, Grundstückseigentümer der betreffenden Fläche in Capelle, stößt das Projekt auf offene Ohren. „Wir sind bereit, neue Wege zu gehen und mal etwas anderes zu machen“, so Bürgermeister Friedhard Drebing. Noch sieht der Bebauungsplan freilich die konventionelle „Stein-auf-Stein“- Bauweise vor. Doch Drebing betont: „Bei entsprechender Nachfrage werden wir prüfen, ob der Bebauungsplan geändert werden kann.“

Vermarktung und Vertrieb laufen über die Archplan Stadtentwicklung GmbH bis Anfang 2008. Wenn alles glatt geht, könnte schon im April oder Mai gebaut werden. „Dann könnten die neuen Hausbesitzer den Sommer noch auf der Terrasse erleben“, so Wilhelm Gryczan-Wiese. Und René Willnat, Geschäftsführer der Wohnbehagen GmbH, ergänzt: „Wer sich heute für ein solches Energiesparhaus entscheidet, ist seiner Zeit zehn bis 15 Jahre voraus.“

           

Informationsmaterial bei den Volksbanken in Nordkirchen, Südkirchen und Capelle, im Rathaus oder in der Sprechstunde von Archplan Stadtentwicklung: Di. u. Do. 17-19 Uhr, Bürgerhaus Nordkirchen, Sa. u. So. 15-18 Uhr, Mühlenstr. 61, Lüdinghausen.

  

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Wilhelm Gryczan-Wiese, Bürgermeister Friedhard Drebing und René Willnat (v.l.) präsentieren die Pläne zum "Nachbarschaftlichen Wohnen" im Baugebiet Kolpingstraße Nord in Capelle.

Die Kanal- und Straßenbauarbeiten im zweiten Erschließungsabschnitt des Baugebietes Kolpingstraße-Nord haben bereits vor einigen Wochen begonnen.

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