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Nach Relegations-Hinspiel: Aue und KSC pokern um die 2. Liga

Karlsruhe. Das 0:0 zwischen dem KSC und Erzgebirge Aue lässt beiden Teams für das Relegations-Rückspiel alle Chancen. Unzufrieden ist deshalb keiner der beiden Trainer. Hoffnung machen sie den Fans aber auch nicht für die zweite Partie.

Nach Relegations-Hinspiel: Aue und KSC pokern um die 2. Liga

Der Karlsruher Marvin Pourie (r) im Zweikampf mit Aues Philipp Riese. Foto: Uli Deck

So richtig weiter bringt dieses 0:0 niemanden. Dennoch zeigten sich sowohl der Karlsruher SC als auch der FC Erzgebirge Aue ganz zufrieden mit dem trost- und torlosen Hinspiel in der Relegation.

Besonders einverstanden schienen überraschenderweise vor allem die Gastgeber. „Die müssen jetzt erst mal ein Tor machen“, meinte KSC-Trainer Alois Schwartz vor dem Rückspiel am Dienstag (18.15 Uhr) in Sachsen - und rechnete vor: „Wenn wir eins machen, dann müssen die zwei machen. Und wir sind immer in der Lage, auswärts ein Tor zu machen.“

Was der Drittliga-Dritte und der Zweitliga-16. sich zuvor geliefert hatten, war alles als ein fußballerisches Spektakel. Wer unter den 25 906 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion ein attraktives Spiel erwartet hatte, wurde enttäuscht. Zwar war jeder Ball auf dem Rasen hart umkämpft, aber auch die 61 Prozent Ballbesitz konnten die Sachsen am Ende nicht gewinnbringend nutzen. 

„Wir haben gemerkt, dass sie wirklich sehr gut stehen und wollten nicht in Umschaltsituationen laufen. Deswegen waren wir im Spielaufbau ein wenig bedacht und haben versucht, nicht zu riskant nach vorne zu spielen“, sagte Aues Trainer Hannes Drews und räumte ein, dass die zwei badischen Spitzen ihn taktisch schon ein wenig überrascht hätten. 

Aues Routinier Christian Tiffert blickt dem Rückspiel daher mit gemischten Gefühlen entgegen. „Das 0:0 ist natürlich auch ein gefährliches Ergebnis“, sagte der 36-Jährige. Welche Konsequenzen das für die taktische Marschroute im Rückspiel haben könnte, weiß er noch nicht. „Wir werden uns was überlegen. Das ist wie ein Schachspiel“, sagte er. Das Rückspiel, soviel ist nach Tifferts Ansicht aber sicher, sei mental etwas ganz anderes. „Es ist das letzte Spiel der Saison für beide Mannschaften. Das wirkt so, als hätten wir heute gar nicht gespielt.“

So rechnet Karlsruhes Innenverteidiger Daniel Gordon nicht damit, dass die Zuschauer im Erzgebirgsstadion von Beginn an ein attraktives Spiel erleben werden. „Ich denke nicht, dass Aue taktisch soviel verändern wird“, sagte er. Der KSC fahre deswegen mit einem positiven Gefühl nach Aue. „Und ich bin sicher, dass wir dort den ein oder ander Konter dort besser ausfahren können.“ Tore wird es in Aue ganz aber ganz sicher geben - spätestens in einem Elfmeterschießen.  

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