Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nach Angriff auf Tafel-Mitarbeiter: fünf Monate Haft

Er schlug einem Mitarbeiter ins Gesicht und bespuckte Kleidung und Lebensmittel: Wegen Körperverletzung und Beleidigung bei der Essensausgabe der Tafel in Höxter ist ein 37-Jähriger zu fünf Monaten Haft verurteilt worden. Strafverschärfend sei berücksichtigt worden, dass sich die Tat gegen den Mitarbeiter einer Hilfsorganisation gerichtet habe, die dem Angeklagten Unterstützung angeboten habe, begründete das Oberlandesgericht (OLG) in Hamm am Dienstag seine Entscheidung. Zudem sei das mehrfache Bespucken von Gesicht und Kleidung für den ehrenamtlichen Helfer besonders ehrverletzend gewesen. Der Verurteilte war demnach wegen Diebstahls vorbestraft und stand unter Bewährung. (Az. 4 RVs 19/18)

,

Hamm

, 27.03.2018
Nach Angriff auf Tafel-Mitarbeiter: fünf Monate Haft

Eine Statue der Justitia. Foto: David Ebener/Archiv

Der 37-Jährige aus Höxter bezog nach Gerichtsangaben gelegentlich Lebensmittel von der Tafel. Bei einer Ausgabe im April 2017 durchwühlte er demnach einen Brotkorb und versuchte, eine Mitarbeiterin zu attackieren. Einem Helfer, der dazwischenging, schlug er zweimal ins Gesicht. Der Mitarbeiter erlitt eine blutende Wunde an der Nase. Zudem spuckte der 37-Jährige dem Betroffenen ins Gesicht, auf die Kleidung sowie auf Lebensmittel, die danach aussortiert werden mussten. Tafel-Mitarbeitern drängten den Mann danach hinaus.

Das OLG bestätigte mit seinem Beschluss ein im Oktober 2017 ergangenes Urteil des Paderborner Landgerichts.