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NRW beim Biomüllsammeln besser als der Bundesschnitt

Dreieinhalb Jahre nach Einführung der Sammelpflicht für Biomüll gibt es auch in NRW noch kein flächendeckendes Angebot von Biotonnen oder -säcken. Dennoch steht das bevölkerungsreichste Bundesland deutlich besser da als der Bundesdurchschnitt: Laut der Umweltorganisation Nabu haben die NRW-Bürger 69 Kilo Biomüll pro Einwohner und Jahr gesammelt. Deutschlandweit waren es nach Zahlen aus dem Jahr 2015 nur 59 Kilo, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

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Düsseldorf/Berlin

, 06.07.2018
NRW beim Biomüllsammeln besser als der Bundesschnitt

Nabu-Präsident Olaf Tschimpke. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Viele Landkreise und Städte böten nicht flächendeckend Biotonnen oder -säcke für Haushalte an. Der Nabu geht davon aus, dass bundesweit vier Millionen Tonnen Bioabfall zusätzlich über die Biotonnen gesammelt werden könnten - derzeit sind es rund 4,8 Millionen Tonnen. „Wir brauchen deutschlandweit ein Holsystem, mit dem Bioabfall in einer separaten Mülltonne bei den Bürgerinnen und Bürgern abgeholt wird“, forderte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke am Freitag in Berlin.

Die Umsetzung der gesetzlichen Pflicht habe in vielen Bereichen unterschiedliche Auswirkungen, sagte Nabu-Experte Michael Jedelhauser, teils werde sie aber missachtet. So kämen mit zehn Kilo pro Mensch und Jahr in den Städten Duisburg, Bochum, Solingen, Gelsenkirchen, Oberhausen und Herne nur sehr geringe Mengen zusammen. Dagegen würden in Mönchengladbach die zehnfachen Mengen gesammelt. „Es kommt darauf an, die Bürger vom sinnvollen Trennen und Sammeln zu überzeugen, vor allem dort, wo die Nutzung der Biotonne auf freiwilliger Basis erfolgt und sie eigens bestellt werden muss“, so Jedelhauser.

Aus Bioabfall können Komposte und Dünger für die Landwirtschaft oder den Gartenbau gewonnen werden. Über Biogasanlagen können sie außerdem Energie liefern. Dafür müssen sie aber getrennt vom Restmüll gesammelt werden.

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