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Mythen zur Lippenpflege

Wer kennt es nicht? Kaum wird es draußen kalt und zu Hause geheizt, trocknet die Haut aus. Besonders die Lippen fangen dann häufig an zu spannen. Schnell ist man versucht, die Haut kurz mit der Zunge zu befeuchten. Doch das macht das Problem meist nur noch schlimmer. Aber was hilft wirklich? Wir nehmen sechs Mythen zum Thema Lippenpflege unter die Lupe.

Mythen zur Lippenpflege

Die Lippen müssen im Winter gut gepflegt werden – am besten mit Pflegebalsam mit einer Extraportion Vitamine.

1 Die Lippen brauchen eigentlich gar keine Pflege. Das ist falsch. Die Haut ist an den Lippen sehr dünn, besteht nur aus wenigen Hautschichten. Diese besitzen kaum Talg- und Schweißdrüsen, sodass sie nicht in der Lage sind, selbst Fett zu produzieren. Das wiederum schützt die Haut aber vor Einflüssen aus der Umwelt, wie Hitze oder Kälte, und spendet Feuchtigkeit. Aus diesem Grund ist vor allem in den kalten Wintermonaten eine Lippenpflege sinnvoll. Das Pflegestifte die Eigenschutzfunktion der Haut reduzieren und damit die dauerhafte Pflege von außen erforderlich machen, haben Studien längst widerlegt.

2 Lippenpflege macht abhängig. Auch das ist falsch. Die Inhaltsstoffe der Lippenpflege machen nicht abhängig. Vielmehr ist es ein Gewöhnungseffekt, der viele halbstündlich zum Fettstift greifen lässt. Dieser tritt ein, weil man sich an den samtenen Effekt auf den Lippen gewöhnt. Umso rauer kommen einem die Lippen vor, wenn man einmal keine Pflege benutzt. Man vermisst das Gefühl, aber nicht die Inhaltsstoffe. Sind die Lippen nach der Nutzung eines Pflegeproduktes tatsächlich trockener als zuvor, hat dies andere Gründe: Meist liegen Unverträglichkeiten oder Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe vor. Überwiegend gegen Farb-, Duft, oder Konservierungsstoffe. Die besonders bei Teenagern beliebten Pflegestifte mit Geschmacksrichtungen wie „Melon Sorbet“ oder anderen klangvollen Namen sind für eine vernünftige Pflege daher eher ungeeignet. Am besten sind Lippenpflegeprodukte auf Basis von Bienenwachs oder Kokosfett. Auch Jojoba-, Mandel- oder Avocadoöl sind eine gute Basis. Bei besonders rissigen Lippen empfiehlt sich ein medizinischer Wirkstoff wie Dexpanthenol.

3 Lippen bekommen keinen Sonnenbrand. Ebenfalls falsch. Es mag sich unwahrscheinlich anhören, aber auch die Lippen können einen Sonnenbrand bekommen – und zwar gar nicht so selten. Denn die Haut an den Lippen kann nicht nur kein Fett bilden, sondern auch kein Melanin. Die Lippen können also nicht bräunen, und somit fehlt der natürliche Sonnenschutz. Je voller die Lippen, desto größer die Gefahr. Vor allem die Unterlippe bekommt aus fast allen Winkeln Sonne ab. Gerade im Winterurlaub in alpinen Regionen ist es unbedingt notwendig, eine Lippenpflege mit Lichtschutzfaktor zu verwenden. Denn beim Wintersport reflektiert der Schnee die Sonnenstrahlung und intensiviert so ihre Wirkung. Wichtig ist es, auf einen Schutz sowohl gegen UV-A- als auch gegen UV-B-Strahlen zu achten. Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 30 betragen.

4 Pflegestifte verursachen Herpes. Das ist in dieser Form falsch. Der Lippenpflegestift an sich verursacht keinen Herpes. Gleiches gilt für seine Inhaltsstoffe. Sollten tatsächlich nach der Benutzung von Lippenpflege Fieberbläschen entstehen, so liegt das zumeist an einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Inhaltsstoffe. In diesem Fall ist ein Besuch beim Hautarzt angezeigt. Dennoch kann nach der Benutzung von Pflegestiften Herpes entstehen. Nämlich dann, wenn man einen Pflegestift benutzt, den man bereits bei einer vorangegangenen Herpesinfektion genutzt hat. Eine Re-Infektion ist so gut wie sicher. Aus diesem Grund sollte man darauf verzichten, sich Lippenpflegeprodukte von Freundinnen auszuleihen. Denn auch auf diesem Wege können die lästigen Viren übertragen werden.

Pflegeprodukte werden sowohl in Stiftform als auch im Tiegel angeboten. Hygienischer sind die Stifte, da man in die Döschen zwangsweise mit dem Finger reingreifen muss. Auch so kann man das Produkt verunreinigen. Je häufiger das passiert, desto weniger können die enthaltenen Konservierungsstoffe ausrichten.

5 Kinder benötigen keine Lippenpflege. Auch dieser Mythos stimmt nicht. Genau wie die Lippen von Erwachsenen sind Kinderlippen dünn und empfindlich. Gerade Babys und Kleinkinder lecken sich häufig über die Lippen, was nicht nur austrocknet, sondern auch zu einem so genannten Leckekzem führen kann. Deshalb ist – vor allem Winter – schon bei Babys und Kleinkindern eine Lippenpflege unerlässlich. Eltern sollten aber darauf achten, dass das Pflegeprodukt keine Konservierungs- und Duftstoffe enthält. Ideal sind Pflegestifte aus naturkosmetischer Herstellung mit Bienenwachs oder Sheabutter. Wird das Baby noch gestillt, ist ein Tropfen Muttermilch die ideale Pflege.

6 Männer müssen ihre Lippen nicht besonders pflegen.  Das ist genauso falsch wie Mythos 5. Denn Männerlippen sind nicht dicker als Frauen- oder Kinderlippen. Auch sie besitzen lediglich drei bis fünf Hautschichten. Und auch ihnen fehlen Schweiß- und Talgdrüsen. Was sich also als Mythos darstellt, ist eher die vermeintliche Bestätigung eines Klischees.

Zwar haben Männer heutzutage ein anderes Verhältnis zu Pflegeprodukten, aber bei einem Großteil geht das über Duschgel, Deo und Rasurprodukte nicht hinaus. Lippenpflege ist aber notwendig, gerade in der kalten Jahreszeit. Tatsächlich ein Mythos ist allerdings, dass Männer eigene Produkte benötigen. Zwar gibt es sogenannte Pflegestifte „for men“, diese sind jedoch eine nette Erfindung der Werbeindustrie. Herkömmliche Lippenpflegeprodukte sind sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet. Und wenn Mann sich schon aus medizinischer Sicht nicht für die Lippenpflege entscheiden mag, hilft vielleicht die Überlegung, was Frauen lieber küssen: weiche oder spröde Lippen? 





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